bi'bak
bi'bakaudio #01

THE SOUNDS OF THE LIVING DEAD

Donnerstag, 10.11.2016 um 20 Uhr

Mit der Veranstaltung The Sounds of the Living Dead eröffnen wir das neue Format bi’bakaudio, das von Eckehard Pistrick kuratiert wird.

“Die lebenden Toten” – mit diesem Begriff beschreiben die Menschen in Albanien oft ihre ausgewanderten Landsleute. Migration hinterlässt soziale und kulturelle Fehlstellen, denen Familien und Gesellschaften wiederum kulturell begegnen. Die Veranstaltung thematisiert anhand von wissenschaftlichen Fieldrecordings, kommerziellen Musikvideos und zeitgenössischen Künstlerschallplatten musikalische Strategien der Verarbeitung von Entwurzlung, Trennungsschmerz und Heimweh. Der Musiker und Komponist Volker Zander wird im Gespräch über seine Erfahrungen mit Musik als migrantische und diasporische Kunstform sprechen, über seine Arbeit als Verleger für den albanischen Pavillon auf der diesjährigen Architektur Biennale in Venedig berichten, über die Frage nachdenken, wie sich Musik im postdigitalen Zeitalter verbreitet und welche besondere Rolle die Vinyl Schallplatte dabei spielt.

Volker Zander (geb. 1968 in Fulda) ist Diplom Stadtplaner und wohnt seit 2011 als Komponist, Musiker und Autor in Köln. Zwischen 1998 und 2012 war er Bassist der amerikanischen Rockgruppe Calexico. Seit 2005 betreibt Volker Zander das Label für Künstlerschallplatten Apparent Extent www.apparent-extent.com

Eckehard Pistrick forscht und lehrt seit 2009 als Musikethnologe an der Martin-Luther-Universität Halle zu den Themenfeldern “Musik und Migration”. Darüber hinaus arbeitet er als Journalist, Kurator, Konzertmanager, Regisseur und als Hörfunkautor. Zu seinen Publikationen zählt die Monographie “Performing Nostalgia- Migration Culture and Creativity in South Albania” (Ashgate, 2015). 2016 hat er an der inhaltlichen Gestaltung des Albanischen Pavillons auf der Biennale Venezia 2016 mitgewirkt.

Fotos: Felix Kayser

Ein Projekt im Auftrag des QM Soldiner Kiez und des Bezirksamts Mitte, Stadtentwicklungsamt, und ist gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms Zukunftsinitiative Stadtteil Teilprogramm Soziale Stadt.