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MOTHERING FROM AFAR

Donnerstag, 04.10.2018 um 19.30 Uhr
Mothering from Afar – KURZFILMPROGRAMM
Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion mit Hilal Alkan Zeybek.

Films:
Loin du 16ème | Far from the 16th
 – Daniela Thomas (France, 2006, 5 min.)
Calea Dunării | The Course of the Danube – Sabin Dorohoi (Romania, 2013, 13 min.)
媽媽離家上班去 | Homecoming (Hong Kong, 2009, 30 min.)
Hasta Bakıcı | Abigail 
– Soner Sert (Turkey, 2017, 17 min.)
Kot Farkı | Ground Level 
– Ayris Alptekin (Turkey, 2016, 11 min.)

Das Kurzfilmprogramm nimmt die Lebens- und Arbeitsbedingungen von migrantischen Arbeiter*innen in ganz unterschiedlichen Ländern in den Blick und thematisiert die schwierigen Umstände, unter denen Frauen versuchen, eine Zukunftsperspektive für ihre im Heimatland zurückgelassenen Kinder zu erringen. Loin du 16ème/ Weit vom 16. Bezirk zeigt eine spanische Migrantin in Paris, die ihr eigenes Baby in aller Frühe in einer Tagespflege abgibt, um in ihrem Job das Baby reicher Leute zu betreuen. Ein zehnjähriger Junge folgt dem Calea Dunării / Der Lauf der Donau von Rumänien bis nach Wien, um seine Eltern dort zu finden. Die Kinderfrau Charlie bereitet nach jahrelanger Arbeit in Hongkong die langersehnte Homecoming/ Heimkehr zu ihrem Sohn vor, aber plötzlich treten unerwartete Probleme auf. Hasta Bakıcı / Krankenpflegerin und Kot Farkı / Höhenunterschied thematisieren den Arbeitsalltag von Altenpflegerinnen in Istanbul.

Gast: Hilal Alkan Zeynep
Hilal Alkan erhielt ihren MA in Soziologie von der Boğaziçi Universität in Istanbul und ihren Doktortitel in Politikwissenschaften an der Open University in Großbritannien. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit zivilen Hilfsorganisationen in der Türkei und den Beziehungen zwischen Freiwilligen und Hilfsempfänger*innen in diesen Initiativen. Seit 2016 lebt sie in Berlin und arbeitet am Leibniz Zentrum Moderner Orient an ihrem Projekt „The Dyad of Care and Discipline: Aiding Syrian Migrants in Turkey and Germany“. Gleichzeitig lehrt sie an der Alice Salomon Hochschule. Ihr Forschungsinteresse gilt neben Migration und Sozialfürsorge geschlechtsspezifischen Raumbildungen, Kriegserfahrungen von Frauen und Pflegeethik.

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