bi'bak
bi'baxchange #24

Istanbul Exhibition

Eröffnung: Freitag 18.05.2018, at 6:30 pm
19.05.2018 – 30.06.2018

BITTER THINGS – Narrative und Erinnerungen transnationaler Familien

Arbeitsmigration führt weltweit zu neuen Modellen der transnationalen Familie, die trotz geografischer Trennung versucht, ihren familiären Kontakt beizubehalten. In der Zeit der Anwerbeabkommen waren Eltern gezwungen, ihre Kinder zurückzulassen. Zu einnehmend waren die Arbeitszeiten, um die Kinderbetreuung nebenher möglich zu machen. Heute sind es vorwiegend Arbeitsmigrant*innen aus Osteuropa, die ihre Familien verlassen, um in ökonomisch besser gestellten Ländern ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch die Türkei als einstiges Emigrationsland ist heute zum Ziel für zahlreiche Arbeiter*innen vor allem im Bereich der Pflege aus Osteuropa, dem Kaukasus oder dem zentralasiatischen Raum geworden.

Doch wie definiert sich das Verhältnis von Eltern und Kindern neu, wenn Geschenke und materielle Unterstützung an die Stelle von gemeinsamem Erleben treten? Wenn körperliche Nähe hinter Kommunikationsprogrammen wie Skype und WhatsApp zurücktreten muss? Wie ergeht es dabei den Kindern und wie ihren Eltern? Bitter Things versammelt Positionen zum Thema von den 1960er Jahren bis heute.

Parallel zur Ausstellung in Istanbul und Berlin findet ein Begleitprogramm mit Filmvorführungen, Vorträgen und Gesprächsrunden statt. Zur Ausstellung ist eine Publikation mit wissenschaftlichen und literarischen Beiträgen, Interviews, Liedern und Fotos erschienen, die das Thema interdisziplinär beleuchtet.

Konzept und Künstlerische Leitung: Malve Lippmann, Can Sungu
Redaktion, Forschung: Maike Suhr
Projektassistenz: Zeynep Dişbudak, Esra Akkaya, Selim Özadar
Graphikdesign: Jan Grygoriew

In Kooperation mit Archive Berlin, Depo Istanbul und DOMiD – Museum und Dokumentationszentrum für die Migration in Deutschland, Köln.

Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen der Spartenoffenen Förderung und mit freundlicher Unterstützung vom Goethe Institut Istanbul.