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bi'baxchange #17

DAUGHTERS AND SONS OF GASTARBEITERS II

Freitag, 24.03.2017 um 20 Uhr

Im Rahmen des Programms Zurückgelassen, entwurzelt, versteckt: Eltern- und Kinderschicksale der Arbeitsmigration lädt bi’baxchange #17 lädt die Autor*innen der Daughters & Sons of Gastarbeiters ein, Texte zu ihren Erfahrungen und Erinnerungen als “Kofferkinder” zwischen Deutschland und der Türkei zu lesen.

„Kofferkinder“ oder „Pendelkinder“ werden Kinder genannt, die alleine in ihrem Heimatland zurückgeblieben oder ständig gependelt sind, weil die Eltern aus wirtschaftlichen Gründen im Ausland arbeiten mussten, um die Familie über Wasserzu halten. Allein rund 700.000 Kinder türkischer Arbeitsmigrant*innen sollen ihre Kindheit zwischen den Ländern verbracht haben, dazu kommen zahlreiche Kinder aus Griechenland, Italien oder Jugoslawien aus der Zeit der Anwerbeabkommen. Bis heute ist es für viele schwierig, über diese Zeit zu reden.
Es lesen: Didem Yücel, Shlomit Tulgan, Semra Deniz, Ok-Hee Jeong und Cicek Bacik.

Daughters and Sons of Gastarbeiters ist ein offenes Literaturprojekt von Berliner Autor*innen, die ihren Eltern aus den Dörfern Anatoliens, Südeuropas und des Balkans nach Deutschland folgten oder in einem Arbeiterviertel der Bundesrepublik zur Welt kamen. Ihre Väter und Mütter sollten in Deutschland als „Gastarbeiter“ das Wirtschaftswunder beflügeln. Die Töchter und Söhne blicken nun zurück: In einer performativen Lesung erzählen sie ihre persönlichen Geschichten und lassen sie mit Bildern wieder aufleben.

Gefördert durch den Aktionsfonds des QM Soldiner Strasse im Rahmen des Programms Zukunftsinitiative Stadtteil Teilprogramm Soziale Stadt – Investition in die Zukunft.