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bi'baxchange #21

BOOK LAUNCH/ DISCUSSION: What is German-Turkish in film?

Dienstag, 17.10.2017 um 19 Uhr

Jahrelang wurde das deutsch-türkische Kino nach der Logik der Identitätspolitik definiert. Mittlerweile verstärkt sich jedoch der Eindruck, dass diese Beschreibung mehr Probleme aufwirft als löst, weil sie die Filme auf die Erfüllung vorgegebener Muster festlegt. Und so stellt sich die Frage: Wenn Filme uns Formen des Zusammenlebens vorführen, wie können diese Formen politisch wirksam werden? Welche Rolle spielen dabei die Zuschauer/innen? Und was bedeutet es, wenn diese Formen selbst migriert sind – nicht zuletzt aus dem Genrekino Hollywoods?

Was also sagen uns Filme zur Migration über das Zusammenleben in Deutschland, wenn sie dieses Zusammenleben nicht nur abbilden? Wie machen die Filme gesellschaftlichen Rassismus erfahrbar? Was können die Filme sichtbar machen? Was bleibt unsichtbar?

Den Auftakt macht ein Vortrag des Medien- und Kulturwissenschaftlers Ömer Alkın (Medien- und Kulturwissenschaftler, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf). Darin wird er von seinem aktuellen Sammelband Deutsch-Türkische Filmkultur im Migrationskontext zum Genre des Migrationskinos in Deutschland berichten.

Gezeigt wird dann der Kurzfilm Gräfin Sophia Hatun (1997) von Ayşe Polat, der sich dem Thema Rassismus und Migration auf komplexe Weise nähert.

Die daran anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Ömer Alkın, widmet sich der Frage, wie Filme in die Sphäre des Politischen eingreifen können. Das Gespräch werden führen: Die Filmwissenschaftler*innen Dr. Hauke Lehmann (Filmwissenschaftler, Freie Universität Berlin) und Nazlı Kilerci (Filmwissenschaftlerin, Freie Universität Berlin) sowie die Filmemacherin Martina Priessner.

Ausklang mit Snacks und Getränken

Mit freundlicher Unterstützung der Freien Universität Berlin und des Avicenna Studienwerks e.V.