Über

SİNEMA TRANSTOPIA

Ab September 2020 startet bi'bak ein Kino-Experiment im Haus der Statistik.

SİNEMA TRANSTOPIA untersucht Kino als sozialen Diskursraum, als Ort des Austauschs und der Solidarität. SİNEMA TRANSTOPIA bringt diverse soziale Communities zusammen, verknüpft geographisch entfernte und nahe Orte, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und dezentriert einen eurozentristischen Blick durch transnationale, (post-)migrantische und postkoloniale Perspektiven. SİNEMA TRANSTOPIA ist eine Transtopie, ein Ort, an dem “grenzüberschreitende Bindungen und Verbindungen zusammenlaufen, neu interpretiert werden und sich zu Alltagskontexten verdichten” (Erol Yıldız).  Im Rahmen der Pioniernutzung der stadtpolitischen Initiative Haus der Statistik schlägt das Kino-Experiment eine Brücke zwischen urbaner Alltagspraxis und Film als alternative, verschiedene soziale Perspektiven verbindende Kunstform.

Gefördert durch den Haupstadtkulturfonds, die Conrad Stiftung und das Programm NEUSTART KULTUR

 

bi'bakino

bi’bakino ist ein kuratiertes Filmprogramm, das transnationalen Narrativen, Migrations- und Mobilitätsdiskursen im Film nachspürt und rund um die Filme differenzierte Diskussion und Perspektivwechsel anregen will. Dabei legt das Programm einen Schwerpunkt auf Filme, die aus dem außereuropäischen Raum stammen oder in Berlin noch nicht oder nicht oft gezeigt wurden, sowie Archivausgrabungen und Wiederentdeckungen. Im Anschluss an die Filmvorführungen finden moderierte Gespräche mit Filmemacher*innen und Expert*innen statt.

Die Veranstaltungsreihen können im Archiv abgerufen werden.

Reihen
bis

Kuratiert von Eirini Fountedaki, Cornelia Lund & Holger Lund (fluctuating images), Philip Rizk und Shohreh Shakoory

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Critical Conditions

Handlungsfelder in der Umweltkrise

Kuratiert von Sarnt Utamachote, Malve Lippmann, Rosalia Namsai Engchuan und Pia Chakraverti-Würthwein & Eirini Fountedaki

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SİNEMANINO

Das Kinderprogramm von SİNEMA TRANSTOPIA

Konzept von Dr. Martin Ganguly

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Filme mit abwesenden Protagonist:innen nach der DDR, nach 1990

Kuratiert von Anna Zett und Philipp Goll

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REVOLUTION PRAKTIZIEREN

Filmprogramm und Diskussionen mit dem Schwerpunkt Belarus

Kuratiert von Marina Naprushkina und Agnieszka Kilian

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REVOLUTION PRAKTIZIEREN

In Kooperation mit RAZAM e.V.

Vor einem Jahr gingen die Menschen in Belarus auf die Straße, um gegen die gefälschten Wahlen zu protestieren. Diese Proteste wuchsen zu einer der größten Demokratie-Bewegungen in der neueren Geschichte Europas. Die Philosophin Olga Shparaga beschreibt diese Bewegung als eine postnationale Bewegung und spricht vom “weiblichen Gesicht dieser Revolution”. Welche Formen kann heute der Widerstand gegen autoritäre staatliche Strukturen annehmen und welche Prozesse sind notwendig um ihn über längere Zeit aufrechtzuerhalten? Wie kann man diese Formen des Widerstands erfassen und neu erfinden? Welche Rolle spielt die verbindende Care-Politik und wie entstehen solidarische Gemeinschaften?

Die Videoarbeiten der aus Belarus stammenden Künstler*innen beleuchten verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse im Laufe der Protestbewegung und die Situationen in welchen die Künstler*innen sich wiederfinden: Von kritischen Auseinandersetzung mit der staatlichen Propaganda in Belarus, Gegenüberstellung von “Sprache und Ästhetik” bis zu intimen Gesten und privaten Aufnahmen. 

In der Diskussionsrunde wollen wir uns von der Philosophin Olga Shparaga und ihrem Buch Die Revolution hat ein weibliches Gesicht inspirieren lassen und sprechen über neue Formen und Möglichkeiten solidarischer Gemeinschaften.

Das Projekt findet im Rahmen des Programms „institutions extended“ (2019-2022) statt. Das Programm „institutions extended“ wird finanziert über den „Netzwerkfonds – Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II)”, Programm “Sozialer Zusammenhalt“.

Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Agnieszka Kilian ist Kuratorin, Autorin und Forscherin mit juristischem Hintergrund.  Sie initiiert und kuratiert Projekte, die darauf abzielen, die Rolle der Kunst bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu stärken. Ihre Projekte haben oft kollaborative Strukturen, die auf der Gestaltung neuer Wissensformen basieren. Kuratierte Projekte: „Controlled Image“ (Mamuta Art Center Jerusalem 2010), “Dreams &Dramas.Law as Literature” (Ngbk Berlin 2017), “We,the People” (Central Slovakian Gallery 2018).

Marina Naprushkina ist Künstlerin, Aktivistin und Autorin. 2013 gründete Naprushkina die Initiative “Neue Nachbarschaft/Moabit”. Naprushkina nahm an zahlreichen Biennalen teil, u.a. Kyiv International – Kyiv Biennale (2017), the 7th Berlin Biennale (2011) and 11th International Istanbul Biennale (2009). Sie unterrichtet an der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

Zu den Veranstaltungen

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Veranstaltungen

OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Agnieszka Kilian und Alexey Bratochkin

Revolution praktizieren: Kurzfilmprogramm

Die Videoarbeiten des Kurzfilmprogramms beleuchten verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse im Laufe der Protestbewegung und die Situationen in welchen die Künstler*innen sich wiederfinden: Von kritischer Auseinandersetzung mit staatlicher Propaganda in Belarus, der Gegenüberstellung von Sprache und Ästhetik bis zu intimen Gesten und privaten Aufnahmen.

The F-Word
Olia Sosnovskaya / a.z.h., Belarus 2021, 12 Min.
Der Film ist Teil der Produktionsplattform “Armed and Dangerous”: www.ozbroeni.in.ua

Scratches
Lesia Pcholka / Uladzimir Hramovich, Belarus 2021, 7 Min.

Pose. Position. Ways
Ala Savashevich, Polen 2019, 5 Min.

Oddam ramkę na zdjęcia / Giving away a frame for free
Ala Savashevich, Polen 2020, 2 Min.

Palipaduazennije / Language Lessons
Aleksander Komarov, Niederlande 2012, 20 Min.

Bitte beachten: Freier Eintritt. Begrenzte Sitzplätze. Es gilt die 3G- (geimpft, genesen, getestet) Regel.

Agnieszka Kilian ist Kuratorin, Autorin und Forscherin mit juristischem Hintergrund.  Sie initiiert und kuratiert Projekte, die darauf abzielen, die Rolle der Kunst bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu stärken. Ihre Projekte haben oft kollaborative Strukturen, die auf der Gestaltung neuer Wissensformen basieren. Kuratierte Projekte: „Controlled Image“ (Mamuta Art Center Jerusalem 2010), “Dreams &Dramas.Law as Literature” (Ngbk Berlin 2017), “We,the People” (Central Slovakian Gallery 2018).

Alexey Bratochkin ist ein belarussischer Historiker und unabhängiger Forscher. Er beschäftigt sich mit Fragen der nationalen Identität und Erinnerungskulturen in Belarus sowie im postsowjetischen Raum. Er ist Mitautor von wissenschaftlichen Sammelbänden wie beispielsweise After Soviet Marxism: History, Philosophy, Sociology, and Psychoanalysis in National Contexts(Belarus, Ukraine). Seit April 2021 ist er Gastdozent an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

RAZAM e.V.

Regie Ala Savashevich Polen 2020

38 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Valentina Kiselyova, Anna Chistoserdova und Anna Limantava

Voices

Im Sommer 2020 bat Ala Savashevich Kulturschaffende und Aktivistinnen aus Belarus, ihr einen Brief zu schreiben. Diese Briefe wurden von polnischen Künstlerinnen und Aktivistinnen öffentlich vorgelesen. Daraus entstand eine gleichermaßen private wie kollektive Geschichte des leisen und lauten Widerstandes in Belarus. Wie kann Solidarität hergestellt werden und was kann die Kunst bewirken? Diese Fragen sind der Ausgangspunkt für das Gespräch mit Anna Christoserova und Valentina Kiselyova.

Die Veranstaltung findet im Raum der belarussischen Gemeinschaft Razam („gemeinsam“) statt. Razam e.V. ist aus der länderübergreifenden Solidaritätsbewegung des Sommers 2020 hervorgegangen.

Bitte beachten: Freier Eintritt. Begrenzte Sitzplätze. Es gilt die 3G- (geimpft, genesen, getestet) Regel.

Valentina Kiselyova (geboren 1966 in Uzbekistan), Kuratorin, lebt und arbeitet in Minsk, Belarus. Valentina Kiselyova gründete 2004 die Galerie für zeitgenössische Kunst Podzemka und 2009 die Galerie Ў in Minsk. Sie absolvierte “Theory and Practice of Modern Art” in European Humanities an der Universität in Vilnius (Litauen). Zurzeit ist Valentina Kiselyova Residentin des Programms Air Berlin Alexanderplatz.

Anna Chistoserdova (geboren 1982 in Minsk, Belarus) ist Kunstmanagerin und Kuratorin. Sie ist Mitgründerin der Galerie für zeitgenössische Kunst Podzemka und der Galerie Ў in Minsk. Zurzeit ist Anna ChistoserdovaResidentin des Programms Air Berlin Alexanderplatz. 

Anna Limantava (1977) geboren in Novolukoml, Belarus. Fotografin, medizinische Dolmetscherin und Aktivistin. Sie hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen. Ihr fotografisches Portfolio reicht von Konzertfotografie über Porträts bis hin zur Werbefotografie. Sie organisiert und kuratiert Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Regie Kristina Savutsina Belarus/Deutschland 2021

57 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Agnieszka Kilian, Kristina Savutsina und Georg Kussmann

Khan´s Flesh

Der Film Khan’s Flesh zeigt die Choreographie des Alltags in einem kleinen Ort in Belarus. Der Dokumentarfilm-Kritiker Emmanuel Chicon schreibt: „die Kamera erfasst eine Abfolge von Gesten, winzigen Nicht-Ereignissen und Ritualen, denen sich die Einwohner*innen aller Generationen dieser belarussischen Ortschaft unterwerfen. Khan’s Flesh zeigt Existenzen, die in einer unendlichen Gegenwart stillzustehen scheinen.“ Khan’s Flesh feierte Premiere am Visions du Réel Festival in Nyon.

Bitte beachten: Freier Eintritt. Begrenzte Sitzplätze. Es gilt die 3G- (geimpft, genesen, getestet) Regel.

Agnieszka Kilian ist Kuratorin, Autorin und Forscherin mit juristischem Hintergrund.  Sie initiiert und kuratiert Projekte, die darauf abzielen, die Rolle der Kunst bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu stärken. Ihre Projekte haben oft kollaborative Strukturen, die auf der Gestaltung neuer Wissensformen basieren. Kuratierte Projekte: „Controlled Image“ (Mamuta Art Center Jerusalem 2010), “Dreams &Dramas.Law as Literature” (Ngbk Berlin 2017), “We,the People” (Central Slovakian Gallery 2018).

Kristina Savutsina wurde 1989 in Riga, in eine belarussische Familie geboren. Von 1993 bis 2014 lebte sie in Belarus. 2011 schloss sie in Minsk ihr Studium der Kulturwissenschaften ab. Seit 2015 studiert sie Film und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg. Savutsina beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der gesellschaftlichen Ordnung und deren konkreten Ausprägungen in Belarus. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Georg Kussmann ist 1989 in Halle (Saale) geboren und dort aufgewachsen. Er studierte Fotografie und Film an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Zur Zeit lebt er in Berlin und arbeitet als Künstler, Filmemacher und Kameramann.