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bi’baxchange strebt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Akteur*innen und Initiativen aus unterschiedlichen Disziplinen der Kunst und Wissenschaft an. Ausgehend von interdisziplinären und transnationalen Kooperationsprojekten sucht bi’baxchange den Austausch von Ideen, Perspektiven und Know-How. In Lecture-Performances, Pop-Up-Ausstellungen, Lesungen und Präsentationen fokussiert sich das Programm auf die dezentrale, rhizomhafte Verbindung von Kunst, Design, Wissenschaft, Partizipation, Stadtraum und lokalem Engagement.

 

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Common Visions Berlin

Common Visions Berlin ist ein Freiraum, der unseren Freund*innen und Genossen*innen gewidmet ist. In unregelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Diskussionen und Vorträgen wird das SİNEMA TRANSTOPIA von befreundeten Organisationen und Initiativen bespielt, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit der transnationalen Stadtgesellschaft in Berlin leisten. Denn wir sind überzeugt, nur in Allianzen und Kollaborationen kommen wir voran. Denn, wie ein türkisches Sprichwort sagt: „Was kann eine Hand überhaupt ausrichten? Nur zwei Hände erzeugen einen Klang.“ Es ist dieses Zusammenspiel, dem wir uns mit Common Visions Berlin widmen wollen – für einen Raum des Austauschs und der Solidarität, der zusammenführt, inspiriert und ermutigt.

Gefördert durch den Berliner Projektfonds Urbane Praxis im Rahmen des Projektes SİNEMA HERE N’ THERE

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Veranstaltungen

Im Anschluss Performance mit Pisitakun

Pisitakun

Da sich die thailändische Geschichte nach dem Militärputsch vom 22. Mai 2014 - dem dreizehnten seit dem Ende der absoluten Monarchie im Jahr 1932 - derzeit unter Kriegsrecht entfaltet, stellt Pisitakuns Praxis einen entscheidenden Bruch mit vielen seiner thailändischen Kollegen dar: Er stellt grundlegende und zunehmend universelle Werte in Frage, ohne lediglich die Tatsache der Korruption anzuprangern oder nette Beschwichtigungen anzubieten. Pisitakuns Arbeiten beruhen auf politischen Spekulationen und den äußeren und inneren Frustrationen, denen Künstler ausgesetzt sind.

Pisitakun kommt aus Bangkok, Thailand. Er begann 2014, bildende Kunst und Musik zu schaffen und interessiert sich für Musik in verschiedenen Medienumfeldern. In seinen Liedern verwendet er eine Vielzahl von Inspirationen, wie historische Ereignisse, synthetische Klänge und verschiedene Musikinstrumente. Im Jahr 2016 schuf der das Album "Black Country". In diesem Album erzählt Pisitakun von einem Land voller Dialoge zwischen dunklen Stimmen. Derzeit befindet er sich als Artist-in-Residency in Portugal.

OmeU

Major Feelings - Vier Kurzfilme aus der Asiatisch-Deutschen Diaspora

Im Rahmen des Kurzfilm-Workshops „Minor Feelings“ haben zehn Teilnehmende aus der Asiatisch-Deutschen Community vier Kurzfilme erstellt. Der Workshop wurde geleitet von Monica Tedja (Soy Division Berlin) und Dieu Hao Do (BAFNET).

Als eine filmische Übung zur Wahrnehmung und Repräsentation der eigenen Subjektivität konnten die Teilnehmenden in der Workshopwoche ihre Identitäten erforschen, um ihre Geschichten mit einfachen filmischen Mitteln sichtbar zu machen.

Der Workshop hatte das Ziel, sowohl technisches als auch methodisches Wissen zur Erstellung eines Kurzfilms zu vermitteln und gleichzeitig die praktische Umsetzung einer eigenen Kurzfilmidee zu ermöglichen. Dabei waren der Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden mit der Workshop-Leitung sowie untereinander ein wesentlicher Bestandteil des Programms.

COMMUNITY EVENT: Das Screening ist ein Community-Event für Personen, die sich selbst als BPoC bzw. Personen mit Rassismus-/Antisemitismuserfahrung identifizieren sowie deren Freund:innen.

Regie Isis Rampf Deutschland 2020

53 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Isis Rampf

Allesandersplatz

In Anwesenheit der Filmemacher:innen und mitwirkenden Pionier:innen

Urbanisierung, Beton, Stein, verschwindendes Grün. Am zentralsten Punkt Berlins – am Alexanderplatz – steht das Haus der Statistik, das in den letzten 12 Jahren langsam zur Ruine verkümmerte. In einer Protestaktion besetzen Künstler*innen das Haus. Langsam erwacht das Gebäude aus dem Dornröschenschlaf. Stadtverwaltung, Planer*innen, Kreative und Zivilgesellschaft tun sich zusammen, um Raum für Kunst, Kultur und Soziales zu schaffen. Gelingt es diesem Ort und den Menschen, die ihn bespielen, ein neues Konzept von Stadt zu gestalten – ein Ort, an dem alles anders ist?

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Isis Rampf, geboren 1994 in Ulm, studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft an den Universitäten Konstanz, Cork und Potsdam. Neben dem Studium Arbeit in diversen Filmproduktionsfirmen und als Assistentin des Regisseurs Markus Imhoof. Parallel dazu erste eigene Filmarbeiten. Seit 2021 Filmstudium an der internationalen filmschule köln.

OmeU

Under the Volcano – Bildfolgen und Gegenmontagen

Kurzfilmprogramm ca. 75 Min., Mexiko, OmeU
Kuratiert von Javier Toscano

 Ich habe kein Haus, nur einen Schatten. Aber wann immer du einen Schatten brauchst, ist mein Schatten deiner.
Under the Volcano, Malcolm Lowry

 Diese Auswahl von Kurzfilmen und Videoarbeiten aus Mexiko ist das Ergebnis einer kollektiven Reflexion über Ideen der Aneignung, der politischen Identitätsbildung und des erweiterten gemeinsamen Raums im Feld des Digitalen. Der Grundgedanke, der der Produktion dieser Werke zugrunde liegt, ist die Möglichkeit, Interpretationen und Wünsche über verschiedene Zeiten und Kontexte hinweg miteinander zu verknüpfen und so neue Lesarten einer gemeinsamen Realität zu schaffen. Während des Produktionsprozesses, der auf einen gemeinsamen theoretischen Input mit politischen Implikationen folgte, wurden die Autor*innen der Arbeiten mit der Struktur ihres eigenen kulturellen Engagements konfrontiert. Ihren subjektiven Handlungsraum auslotend, schlagen sie visuelle Kompositionen und unkonventionelle Dramaturgien vor, um auf ihre kulturelle Umgebung zu reagieren – eine Umgebung, die oft von Gewalt geprägt, aber auch von inspirierenden Motiven durchzogen ist.

Chiquitirockers
Omar Casillas, 2010, 21 Min.

Nothingness Hurts
Mariana Trejo, 2021, 8 Min.

Land
Jorge Pérez, 2021, 5 Min.

Memory Game
Andrea J. Linares, 2021, 4 Min.

Identity and self-representation. ID-objects
Javier Toscano, 2012, 7 Min.

Stream
Andrés Negrete, 2015, 3 Min.

Flight and Fall
Emil García, 2012, 4 Min.

Television Hero
Erika Loana, 2012, 2 Min.

Ana
Johnny Trujillo, 2011, 10 Min.

Narco-Nation
Rodrigo Ramos, 2015, 10 Min.

Javier Toscano (geboren in Mexiko-Stadt, lebt und arbeitet in Berlin) ist ein bildender Künstler, Dokumentarfilmer und interdisziplinärer Forscher in den Bereichen neue Medien und politischer Aktivismus. Seine Arbeit umfasst die kontinuierliche Suche nach einer Zusammenarbeit mit Minderheiten, Gemeinschaften und Gruppen mit Behinderungen, um alternative Narrative der Selbstbestätigung und der Erforschung von Lebenswelten zu schaffen. 

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OmeU

EINE LANGE FAHRT NACH MOSKAU UND EINE KURZE NACH BRASILIA

Vortrag und Filmprogramm von Erik Göngrich und Florian Wüst 

Anlässlich des Super 8-Workshops Kino, Kaffee, Kompostol von Dagie Brundert bietet dieses von Erik Göngrich und Florian Wüst gestaltete Programm einen historischen Einblick in die Vorbilder, Verbindungen und Fehlinterpretationen der zwei Bauabschnitte der Karl-Marx-Allee. Wie kam es vom stalinistischen Zuckerbäckerstil – „dem Inhalt nach demokratisch und der Form nach national“ – zu einem modernen funktionalen Systembau mit industriellen Betonplatten? Wie wird heute damit umgegangen? Der zweite Teil des Abends nimmt die städtebauliche Situation rund um das Haus der Statistik als einen Ausgangspunkt, um die künstlerischen Möglichkeiten der Abbildung der modernen Stadt anhand ausgesuchter Beispiele des Dokumentar- und Experimentalfilms aufzuzeigen. Mit Filmausschnitten u.a. von Cynthia Beatt, Matthias Müller und Herbert Vesely. 

Gefördert durch den Berliner Projektfonds Urbane Praxis im Rahmen des Projektes SİNEMA HERE N’ THERE 

Erik Göngrich ist forschender Künstler, politischer Architekt, produzierender Kurator, diskursiver Zeichner, gemeinwohlorientierter Koch und performativer Verleger. Mit der von ihm initiierten MITKUNSTZENTRALE und deren SATELLIT betreibt er seit 2019 eine Werkstatt/einen Ausstellungsraum, der Materialkreisläufe und Kunst in Zeiten des Klimanotstandes thematisiert.

Florian Wüst lebt als Filmkurator, Künstler und Verleger in Berlin. Seine Arbeit beschäftigt sich mit der europäischen Nachkriegsgeschichte und den gesellschaftlichen wie ökologischen Veränderungen im Prozess der Modernisierung der Lebenswelt. Wüst ist Mitgründer der Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt.

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OmeU

“The gatekeepers exist to be overthrown.”
  Amos Vogel – Reprisen und Repliken: Emigration

Anschließend Gespräch mit Boris Lehman und Christoph Huber, moderiert von Tobias Hering.

Symphonie 
Boris Lehman, Belgien 1979, 34 Min., OmeU

Bruxelles – Transit 
Samy Szlingerbaum, Belgien 1980, 80 Min., OmeU

Nachdem Amos Vogel 1981 das Forum der Berlinale besucht hatte, veröffentlichte er darüber einen Artikel in Film Comment. Er begann mit einer Beschreibung des emotionalen Publikumsgesprächs nach Bruxelles - Transit, „Samy Szlingerbaum’s film of his family in the Nazi period spoken entirely in Yiddish. Present-day, nightlit, and empty Brussels streets, stylized tableaux of lyrical power, and his mother’s unrehearsed, taped recollections served as poetic representations of a past no longer available.“ Boris Lehman, der in Bruxelles - Transit Szlingerbaums Vater verkörpert, hatte kurz zuvor mit Symphonie einen in Vielem komplementären Film gedreht: „Der Held des Films heißt Jacob Rabinovitch. Er ist Jude. In Wirklichkeit ist er Romain Schneid, und zwar so, wie sich dieser seinen Zustand im Jahre 1942 vorstellt. Damals war Belgien von den Deutschen besetzt und Romain, ein Kind von zwölf Jahren, musste versteckt bei einer Dame leben, Madame Stine, in Etterbeck, einem Vorort von Brüssel, wo sich die Résistance formierte.“ (Lehman) Vogel sah die beiden Filme im Forum als Doppelprogramm. Das Trauma des plötzlich zum Paria Erklärten ebenso wie die Haltlosigkeit einer Familie im Exil müssen ihn unweigerlich an seine eigene Biografie erinnert haben. Als 17-Jähriger vor den Nationalsozialisten aus Wien geflohen, kam Vogel mit seiner Familie 1938 in die USA. Die Emigration, seine jüdischen Wurzeln, die Auslöschung von Verwandten und Jugendfreunden in den Konzentrationslagern haben eine innere Textur hinterlassen, die Vogel nie leugnete, aber auch nur in seltenen Momenten offen legte. Oft waren diese Momente Begegnungen mit Nachkriegsdeutschland, dessen vermeintliche Rekonvaleszenz er mit Interesse, aber auch großer Skepsis verfolgte. Dieser Abend gilt dem Versuch, sich im Spiegel zweier Filme und mittels Zitaten und Texten Amos Vogels Verhältnis zu seiner Emigrationsbiografie anzunähern.

“The gatekeepers exist to be overthrown.”
 Amos Vogel – Reprisen und Repliken ist eine Programmreihe des Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., kuratiert von Tobias Hering und ermöglicht durch eine Förderung des Hauptstadtkulturfonds.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Tobias Hering ist freier Filmkurator und hat bei bi'bak zuletzt das Programm Freundschaft auf Zeit (2019) zu Vertragsarbeit und Internationalismus in der DDR vorgestellt. Er ist derzeit verantwortlich für das Archivprojekt re-selected der Kurzfilmtage Oberhausen. Seine in diesem Rahmen begonnenen Recherchen zu Amos Vogel haben u.a. die dreiteilige Hommage “The gatekeepers exist to be overthrown” hervorgebracht, mit der das Arsenal - Institut für Film und Videokunst eine lange Verbundenheit mit dem New Yorker Filmkuratorwürdigt. 

Boris Lehman ist ein experimenteller Filmemacher aus Belgien und wurde 1944 in Lausanne in eine jüdischen Familie geboren. Er hat mit mehreren Filmemacher*innen zusammengearbeitet, darunter Chantal Akerman, Samy Szlingerbaum und Henri Storck. Er hat bei rund 500 Filmen Regie geführt und produziert und gilt als "unklassifizierbarer" Filmemacher innerhalb des unabhängigen belgischen Filmschaffens.

Christoph Huber ist Kurator in der Programmabteilung des Österreichischen Filmmuseums in Wien. Er hat dort mehrere große Retrospektiven mitkonzipiert und ist mitverantwortlich für die regelmäßige Programmreihe “Amos Vogel Atlas”. Von 1999 bis 2014 war er Filmkritiker und Kulturredakteur bei Die Presse. Huber ist Europakorrespondent von Cinema Scope und schreibt für etliche internationale Print- und Online-Magazine.

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Regie Nitin Bathla und Klearjos Eduardo Papanicolaou Indien/Schweiz/Deutschland 2020

70 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Nitin Bathla und Klearjos Eduardo Papanicolaou

THINK&DRINK: NOT JUST ROADS

Not Just Roads ist ein ethnografischer Dokumentarfilm, der die Geschichte eines massiven städtischen Umbaus in Indien erzählt. Im Rahmen des Bharatmala-Programms der indischen Regierung werden Autobahnen in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit von 23 Kilometern pro Tag gebaut. Das Programm zielt darauf ab, neue Gebiete für die aufstrebende indische Mittelschicht zu erschließen. Derzeit ist das Gebiet von Dörfern, Arbeitervierteln und nomadischen Hirten bewohnt. Es ist von einheimischen Pfaden und lebenswichtigen ökologischen Gemeingütern durchzogen. Dieser Film erzählt die Geschichte eines solchen Highways außerhalb von Delhi aus der Perspektive menschlicher und nicht-menschlicher Akteure. Er bewegt sich zwischen Arbeitervierteln, die abgerissen werden, Baulandschaften, Protesten und den überzeugenden Angeboten von Immobilienhändlern, die versuchen, die Traumlandschaften zu verkaufen.

In Kooperation mit dem Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung und des Lehrbereichs Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen der Think & Drink Special Events 2021/22

Der Lehrbereich Stadt- und Regionalsoziologie und das Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung laden im Semester gemeinsam zu Think & Drink Events ein. Dieses bietet einen Rahmen der Diskussion und des Austausches für alle Interessierten zum Bereich der Stadtforschung. Impulse für die Diskussion setzt jede Woche ein/e GastrednerIn der deutschen und internationalen Stadtforschung. Im Anschluss an das "Think" (an den Vortrag) können die TeilnehmerInnen sich beim "Drink" (bei Getränken und Snacks) kennenlernen und austauschen.

Anmeldungen für die Veranstaltung über: gszbuero-at-hu-berlin.de

Nitin Bathla ist Architekt, Künstler und Pädagoge und absolviert derzeit ein Doktoratsstudium an der ETH Zürich. Seine Arbeit konzentriert sich auf Arbeitsmigration, Landökologie und Wohnen in der erweiterten städtischen Region von Delhi. Neben seiner akademischen Tätigkeit arbeitet er an Filmen, Gemeinschaftskunstprojekten und sozialen Designprojekten: nitinbathla.com

Klearjos Eduardo Papanicolaou ist ein griechisch-mexikanischer Filmemacher, der sich für die Ethnografie als Filmmethode interessiert. Zu seinen Filmen und Kollaborationen gehören "The Seven Sisters Indoor Market" (2016), "The Disappearance of Robin Hood" (2018) und "Not Just Roads" (2020). Derzeit lebt er in Zürich, wo er an der ETHZ ethnografisches Filmemachen im urbanen Raum lehrt.

Regie Zeynep Dadak Türkei/Deutschland 2020

85 Min., OmeU

Ah Gözel İstanbul (Invisible to the Eye)

İstanbul, die gleiche Route nach dreieinhalb Jahrhunderten. Anhand der Tagebücher des in Istanbul geborenen armenischen Intellektuellen Eremya Celebi Komurciyan aus dem 17. Jahrhundert, zeichnet Invisible to the Eye (Ah Gözel İstanbul) seine Reiseroute im heutigen Istanbul nach. Als kinematografischer Reisebericht erkundet der Film Komurciyans weitsichtige Beziehung zu den Konzepten des Schauens, Sehens und Betrachtens. In seinem Buch mit dem Titel Die Geschichte von Istanbul: Istanbul im siebzehnten Jahrhundert spricht Komurciyan zur Leser*in, als hätte er eine Kamera in der Hand. Wenn wir sein "filmisches Auge" auf die Gegenwart übertragen, eröffnet sich ein endloser Weg in die facettenreiche visuelle Geschichte dieser alten Stadt.

Zeynep Dadak hat an der NYU Tisch School of the Arts in Film promoviert. Ihr Debütfilm The Blue Wave feierte seine Premiere auf der 64. Berlinale. Ihre Filme, darunter Ah Gözel İstanbul (2020), wurden auf Festivals wie Rotterdam, Sheffield und Dokufest gezeigt. Als Stipendiatin des Medienboard und des Berliner Senats lebt Zeynep in Berlin und unterrichtet weiterhin Filmkurse, während sie an ihrem neuen Film arbeitet.

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Motorcyclist's Happiness Won't Fit Into His Suit

Al motociclista no le cabe la felicidad en el traje

Stolz sitzt er auf seinem Motorrad, das er nie jemandem ausleihen würde. Er ist sich sicher, nur er kann den Dschungel bezwingen. Al motociclista no le cabe la felicidad en el traje ist ein spielerisches Reenactment mit vertauschten Rollen, das auf die Hybris der kolonialen Eroberer verweist. Ein Spiel mit der Dynamik zwischen Mensch und Maschine, Realität und Repräsentation, Vergangenheit und Gegenwart. 

Die Installation wird ab dem 22.01. bis zum 20.02.2022 jeden Abend von 19:00 bis 00:00 Uhr auf der Fassade des SINEMA TRANSTOPIA gezeigt.
 
Als Teil des Projektes SİNEMA HERE’N THERE gefördert durch den Berliner Projektfonds urbane Praxis

Gabriel Herrera ist ein mexikanischer Regisseur mit einem Abschluss an der Escuela Nacional de Artes Cinematográficas in Mexiko-Stadt und an der Polnischen Nationalen Filmschule in Łódź. Er hat bei mehreren Kurzfilmen und Videoarbeiten Regie geführt und ist dabei, seinen ersten Spielfilm zu drehen. Er lebt in Mexiko-Stadt, wo er Film unterrichtet und Filmtheorie studiert.

Weitere Veranstaltungszeiten:

  • 22.01.2022 17:00
  • 23.01.2022 17:00
  • 24.01.2022 17:00
  • 25.01.2022 17:00
  • 26.01.2022 17:00
  • 27.01.2022 17:00
  • 28.01.2022 17:00
  • 29.01.2022 17:00
  • 30.01.2022 17:00
  • 31.01.2022 17:00
  • 01.02.2022 17:00
  • 02.02.2022 17:00
  • 03.02.2022 17:00
  • 04.02.2022 17:00
  • 05.02.2022 17:00
  • 06.02.2022 17:00
  • 07.02.2022 17:00
  • 08.02.2022 17:00
  • 09.02.2022 17:00
  • 10.02.2022 17:00
  • 11.02.2022 17:00
  • 12.02.2022 17:00
  • 13.02.2022 17:00
  • 14.02.2022 17:00
  • 15.02.2022 17:00
  • 16.02.2022 17:00
  • 17.02.2022 17:00
  • 18.02.2022 17:00
  • 19.02.2022 17:00
  • 20.02.2022 17:00

OmeU

How Far Have We Come? - Community Event in Gedenken an das Attentat von Atlanta am 16. März 2021

Am 16. März jährt sich der Amoklauf im Großraum Atlanta, Georgia, bei dem insgesamt acht Menschen ums Leben kamen, darunter sechs ost- und südostasiatischen FLINTA*, die aus rassistischen und sexistischen Motiven ermordet wurden. YEOJA Mag organisiert  gemeinsam mit weiteren Initiativen eine Veranstaltung anlässlich des Jahrestages, um einen kritischen Blick auf anti-asiatischen Rassismus in seiner Verschränkung mit Klassismus und Sexismus zu werfen. Die Veranstaltung zeigt die Arbeiten von fünf ost- und südostasiatischen Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen, die sich in ihren Werken mit den weitreichenden Auswirkungen von anti-asiatischem Rassismus vor und nach dem 16. März 2021 und seit der Covid-19-Pandemie auseinandersetzen. Im Anschluss an das Screening folgt eine Podiumsdiskussion, bei der wir unter anderem der Frage nachgehen: Wie weit sind wir in einem Jahr gekommen und wie weit müssen wir noch gehen? 

Die Veranstaltung wird von YEOJA Mag in Kooperation mit bi’bak, korientation e.V. und dem Korea Verband veranstaltet und im Rahmen des Projektes MEGA durch das BMFSFJ im Programm „Demokratie leben!“ sowie durch das Land Berlin im PartInt-Programm gefördert.

Freier Eintritt, eine Spendenaktion wird stattfinden

OmeU

Not to forget

Zusammen mit der Performance Despierta (Aufwachen) von Rosmery Schoenborn und Melisa Sanchez
Im Anschluss Gespräch mit den beiden Performerinnen, der kolumbianischen Wahrheitskommissarin Lucía González und den Regisseurinnen Ana María Vallejo und Yasmin Ángel, moderiert von Lorena Díez

El Canto de las Moscas – La repetición de la violencia
Song of the Flies – An Iteration of Violence
Ana María Vallejo, Deutschland/Kolumbien/Tschechische Republik 2021, 30 Min. OmeU

Memorias de la Errancia 
Memories of Exile
Yasmín Ángel, Deutschland 2022, 24 Min. OmeU

Die beiden Filme und eine Performance von in Deutschland lebenden Kolumbianerinnen zeigen die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in Kolumbien, der sowohl im Alltag als auch im kollektiven Gedächtnis innerhalb und außerhalb des Landes Spuren hinterlässt. Das Programm beginnt mit El Canto de las Moscas – La repetición de la violencia,einem Animationsfilm, der einen poetischen Dialogüber Orte in Kolumbien zeigt, an denen der Schrecken seine Spuren hinterlassen hat. Zwischen den beiden Filmen inszeniert die Performance Despierta(Wake Up) einen Körper in Bewegung. Den Abschluss bildet das dokumentarisches Zeugnis Memorias de la Errancia. Dieses Programm ist eine Möglichkeit, die Existenzbedingungen, die das Exil mit sich bringt zu verarbeiten und zu identifizieren, die Brüche, die Entwurzelung, das Schweigen und die Verluste zu thematisieren und Empowerment zu ermöglichen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Nodo Alemania mit Unterstützung der kolumbianischen Wahrheitskommission und dem German-Colombian Peace Institute - CAPAZ. Ziel ist es, die Möglichkeiten zu fördern, die ein audiovisueller und performativer Raum bietet, um die Realität des kolumbianischen bewaffneten Konflikts und dem Lebens im Exil in einem Land wie Deutschland sichtbar zu machen.

Lucía Gonzales ist Mitglied der Wahrheitskommission in Kolumbien. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen im sozialen und kulturellen Bereich und arbeitete auch mit dem Büro des High Commissioner for Peace zusammen, um die Menschen für den Frieden zu stärken und für das Friedensabkommen zu sensibilisieren.

Rosmery Schoenborn ist Regisseurin, Schauspielerin und Theaterpädagogin. Sie ist Mitglied bei Peace Brigades International und leitet derzeit den Workshop La forma de mi memoria. Sie ist Mitglied von Nodo Deutschland zur Unterstützung der Wahrheitskommission in Kolumbien.

Melisa Sánchez ist eine audiovisuelle Gestalterin und Grafikdesignerin aus Medellín. Sie hat Dokumentarfilme in Kolumbien und Bolivien gedreht, wobei ihr Dokumentarfilm Warmipura (Unter Frauen) heraussticht. Seit 2016 ist sie audiovisuelle Gestalterin für Bühnenproduktionen und Schauspielerin im Theaterkollektiv Anamnésico in Medellín. 

Ana María Vallejo, geboren in Medellín, lebt und arbeitet in Weimar, Deutschland. Sie ist Filmemacherin und Animationskünstlerin. Seit 2017 unterrichtet sie experimentelle Animation an der Bauhaus-Universität Weimar.

Yasmin Angel ist eine kolumbianische Filmregisseurin und Autorin. Sie studierte Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der KHM Köln. Ihre Filme wurden unter anderem auf internationalen Festivals wie IDFA, Oberhausen und Max Ophüls gezeigt.

Lorena Díez ist Künstlerin und Museologin und interessiert sich für Prozesse, die den öffentlichen Raum aktivieren, für Beziehungen zu Gemeinschaften, die Wiederherstellung des kollektiven Gedächtnisses und territoriale Spannungen.

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ohne Dialog

Rhythm and Memory

Ein Abend im Zeichen von Perkussion und deep listening. Laura Robles und Huguette Tolinga kommen zusammen für einen Austausch über Rhythmen und Reisen in das musikalische Gedächtnis. Mit experimenteller Perkussion, die von traditionellen kongolesischen Rhythmen aus den 60er und 70er Jahren inspiriert ist, und dem Flow der „Temporalidades pluri-rítmicas de las Américas“ soll diese performative Session Fragen der Befreiung, der Migration, der Erinnerung und der musikalischen Entgrenzung anregen.

Huguette Tolinga Lola ist eine autodidaktische Perkussionistin. Sie begann ihre Karriere in der zeitgenössischen Tanzkompanie Jacques Bana und in der Groupe Quartier Latin. Im Jahr 2010 gründete sie auf Anregung und unter der Leitung der Tam-Tam Company ihre eigene Gruppe Huguembo, mit der sie sich auf Perkussionsinstrumente (insbesondere das Tamtam) und Gesang spezialisiert hat. Ihre Auftritte begeistern das Publikum durch die Art und Weise, wie sie das Tamtam mit Instrumenten wie Horn, Xylophon, Kalebasse, Gitarre, Schlagzeug, Saxophon sowie ihrem Gesang und Tanz verbindet.

Laura Robles ist eine Improvisatorin, Komponistin, Multiinstrumentalistin und Forscherin, geboren in Swasiland und aufgewachsen in Lima (Peru). Aus ihrer langjährigen Analyse von folkloristischen Rhythmen mit einem starken Fokus auf afro-peruanischer Folklore entwickelte sie ihr Konzept des "Antigroove". Der "Antigroove" schafft neue Ausdrucksmöglichkeiten im modernen Jazz und in der improvisierten Musik.

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