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Regie Yasuharu Hasebe Japan 1970

80 Min., OmeU

Stray Cat Rock: Delinquent Girl Boss

Die rebellische Bikerin Ako (gespielt von der Popsängerin Akiko Wada) freundet sich im psychedelischen Japan der 1970er-Jahre mit der Bossin einer lokalen Frauengang namens Stray Cats an (gespielt von Meiko Kaji). Als ein Krieg zwischen den örtlichen Gangs ausbricht, schließt sich Ako mit den Stray Cats zusammen, um als Killer-Clique rivalisierende Gangs auf der Straße, im Boxring und in Clubs zu bekämpfen, in denen Liveauftritte echter Rockbands wie The Mops und The Ox zu sehen sind. Mit einer gehörigen Portion an Straßenkämpfen und Motorradverfolgungsjagden widmet sich Stray Cat Rock: Delinquent Girl Boss dem Motiv der Sukeban (kriminelle junge Frau) im pink film. Die Acid-Jugendkultur der 1970er Jahre durchtränkt die Leinwand mit kaleidoskopischen Bildern, Mode und Musik. Das Casting spiegelt die Einwanderungswellen des 20. Jahrhunderts in Japan wider: Der Boxer Kelly wird vom afroamerikanisch-japanischen Schauspieler Ken Sanders gespielt, Ako von Akiko Wada, einer Nachfahrin koreanischer Einwanderer*innen in Japan.

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Regie Corey Yuen Hong Kong 2002

110 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Mie Hiramoto

So Close

Im Anschluss Gespräch über Zoom

Nachdem eine Bande von Auftragskillern ihre Eltern ermordet, erben zwei Schwestern das Familienunternehmen – ein hochmodernes Computerüberwachungssystem. Mit ihren neuen Fähigkeiten werden die Schwestern zu den erfolgreichsten Auftragskillern Hongkongs. Doch als sie einen wohlhabenden Magnaten ausschalten, ist ihnen plötzlich ein verdeckter Ermittler auf den Fersen. Loyalitäten werden auf die Probe und Allianzen in Frage gestellt, während das Überleben wird zum extremsten Sport von allen wird. Als Teil der zweiten Welle des Girls with Guns-Subgenres verweist So Close auf die Filme der 1980er Jahre mit starken, weiblichen Hauptfiguren – versteckt jedoch das weibliche Empowerment unter dem Deckmantel eines stark sexualisierenden männlichen Blicks. In einem Y2K-Stil mit den typischen Gadgets, der Mode und den Spezialeffekten der frühen 2000er fängt So Close den Techno-Optimismus des neuen Jahrtausends ein.

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Mie Hiramoto ist außerordentliche Professorin an der Fakultät für Englische Sprache und Literatur der National University of Singapore. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Geschlecht, Sprache und weiblicher Aneignung asiatischer Männlichkeit in Martial-Arts-Filmen. Sie ist Mitherausgeberin des Magazins Gender and Language und Mitherausgeberin des Journal of Language and Sexuality sowie anderer Zeitschriften. Außerdem ist sie stellvertretende Leiterin des FASS-Forschungsclusters zu Geschlecht und Sexualität an der NUS. 

Regie Kim Ki-young Südkorea 1971

98 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Nikki Ji-Yeon Lee

Woman of Fire

Im Anschluss Gespräch über Zoom

Auf einer Hühnerfarm kommt es zu einer Dreiecksbeziehung zwischen einem Komponisten, seiner Frau und einem jungen Mädchen vom Lande. Als sich das neue Hausmädchen in eine Femme Fatale verwandelt, wird ihr Leben durch eine Reihe von überraschenden Wendungen ins Chaos gestürzt. Woman of Fire ist eine Neuverfilmung von Kim Ki-Youngs Klassiker The Housemaid (1960) mit der Energie und Leidenschaft des koreanischen Kinos der 1970er Jahre. In diesem reißerischen Kammerspiel vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit betreiben beide Frauen ein Spiel der Verführung und des Betrugs, um schließlich gemeinsam mit dem Mann des Hauses unterzugehen. Im Zentrum des Films steht ein groteskes Melodrama, das die Fatalität und Aussichtslosigkeit von Frauenrollen im “Domestic Horror”-Genre auf den Punkt bringt. 

Die Vorführung des Films wird vom Koreanischen Filmarchiv unterstützt.

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Nikki J.Y. Lee ist Senior Lecturer an der Nottingham Trent University. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Geschichte des Noir-Genrefilms im südkoreanischen Kino und die Globalisierung der koreanischen Filmindustrie. An der School of Arts and Humanities der Nottingham Trent University unterrichtet sie hauptsächlich Asiatische Medien und Kino und Dokumentarfilm. Neben ihrer beruflichen Laufbahn als akademische Forscherin und Dozentin arbeitete sie als unabhängige Dokumentarfilmerin, als Dolmetscherin und Übersetzerin für filmbezogene Veranstaltungen und Medien und war an der Organisation des ersten Londoner Korean Film Festivals im Jahr 2001 beteiligt.

Regie Ouyang Chun Taiwan 1982

85 Min., OmeU

Im Anschluss Gespräch mit Ting-Wu Cho

Woman Revenger

Im Anschluss Gespräch über Zoom

Nachdem sie vom Mord an ihrer Jugendfreundin Mei-Hua erfahren hat, reist die Tanzlehrerin Ling-Ling nach Tokio, um den Fall zu untersuchen. Dort stößt sie mit skrupellosen Gangstern zusammen und verliert ein Auge. Sie gründet schließlich eine Truppe von Kämpferinnen, die sich an den Männern rächen, die sie missbraucht haben und sie auf die wildeste Art und Weise jagen und töten. In den 1980er Jahren herrschte in Taiwan seit über 30 Jahren Kriegsrecht. In den letzten Zügen einer gewalttätigen Diktatur entstand ein Kino, das eine urbane Unterwelt zeigt, dabei Jahrzehnte von Propagandakino unterläuft und so ein lange unterdrücktes kollektives Bewusstsein zum Vorschein bringt. Woman Revenger ist ein Beispiel für ein solches widerständiges Kino, das in ein Milieu aus Drogenhandel, Glücksspiel, Prostitution und Gewaltverbrechen eintaucht.

Die Vorführung dieses Films wird unterstützt durch das Taiwan Film and Audiovisual Institute und das Taiwan Cinema Toolkit.

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Ting-Wu Cho ist Doktorandin in Filmwissenschaft an der New York University. Ihr Dissertationsprojekt konzentriert sich auf Taiwan Pulp, eine Gruppe von wenig untersuchten Exploitationfilmen in Taiwan in der Zeit des späten Kalten Krieges. Ihre Forschungsinteressen umfassen Studien zur Filmindustrie, Genre-Studien, Medienethnographie und chinesischsprachige Filme, mit einem Schwerpunkt auf der taiwanesischen Filmgeschichte. Außerdem ist sie Gastkuratorin für das Woman Make Waves International Film Festival, Taiwan. 

Regie Florence Miailhe Deutschland/Frankreich 2021

84 Min., OmeU

DIE ODYSSEE - Die Geschichte einer Flucht

Die Geschwister Kyona und Adriel leben in einem kleinen Dorf. Eines Nachts wird der Ort überfallen und die Familie ist gezwungen zu fliehen. Als Kyona und Adriel bei einer Zugkontrolle von ihren Eltern getrennt werden, müssen sie ihren weiteren Weg alleine gehen. So beginnt eine lange Reise. Die beiden schließen neue Freundschaften, aber immer wieder holen sie der Krieg und ihre eigene Geschichte ein. Allmählich werden sie erwachsen. Werden sie ihre Familie wiedersehen und in der Fremde ein neues Zuhause finden können?

Inspiriert von der Flucht ihrer Urgroßeltern aus Odessa arbeitete die französische Animationskünstlerin Florence Miailhe mehr als 10 Jahre an Die Odyssee. Nach anfänglichen Skizzen malte sie den kompletten Film auf eine Kassenzettelrolle, definierte dann Szene für Szene. In intensiver Kleinarbeit malte das internationale Animationsteam Filmbild für Filmbild. Aus rund 120.000 Einzelbildern auf einem dreistöckigen Glastisch entstand so der erste abendfüllende Animations-Spielfilm weltweit in dieser aufwändigen Öl-auf-Glas-Technik.

Sinema Transtopia zeigt den Film im Zusammenhang mit dem Anima-Doc Workshop In the Realm of Animated Documentary von Akile Nazli Kaya und Tomáš Doruška.

Aktuell
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Contesting Authoritarianism

Perspectives from the South

Kuratiert von Nafiseh Fathollahzadeh und Berke Göl

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Contesting Authoritarianism

In Kooperation mit der International Research Group on Authoritarianism and Counter-Strategies

Welche sozialen und formalen Innovationen braucht ein Kino, das sich mit kollektivem Handeln beschäftigt und autoritäre Regime, Neoliberalismus und (Neo-)Kolonialismus sowohl politisch als auch ästhetisch herausfordert? Die Filme der Reihe Contesting Authoritarianism gehen dabei weit über individuelle Heldengeschichten hinaus. Mit transversalen Ansätzen des Filmemachens aus dem globalen Süden setzen sie sich gegen seit langem bestehende Ideologien der Ungleichheit und stereotype Bilder des “Anderen” ein. Welche emotionalen und visuellen Strategien gibt es gegen autoritäre Ideologien und Affekte? Wie können autoritär-populistische Diskurse und Strategien unterlaufen werden? Was wird diskursiv, ästhetisch und emotional für eine internationalistische, antiautoritäre und antikapitalistische Praxis benötigt, die in der Lage ist, politischen Wandel zu mobilisieren? Contesting Authoritarianism umspannt verschiedene Zeiten und Orte, zeigt die Ähnlichkeiten und Unterschiede von autoritären Transformationen weltweit und wirft einen Blick auf den Widerstand gegen sie. Die Filmreihe sucht nach Räumen der Begegnung, der Solidarität, des Dissens und des Widerstands, um autoritäre Regime, Bewegungen und Ideologien weltweit zu bekämpfen.

Das Programm ist Teil der Konferenz “Contesting Authoritarianism. Perspectives from the South”, die vom 16. bis zum 21. Mai 2022 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin stattfindet. Mehr Informationen unter www.irgac.org

Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Berke Göl ist Filmkritiker und Chefredakteur der führenden unabhängigen türkischen Filmzeitschrift Altyazı, für die er seit 2003 tätig ist. Er ist Mitglied der FIPRESCI und des türkischen Filmkritikerverbandes (SIYAD). Er war als FIPRESCI-Jurymitglied bei zahlreichen Festivals tätig, zuletzt bei der Berlinale 2022.

Nafiseh Fathollahzadeh ist eine Fotograf*in und Künstler*in mit einem Fokus auf Stadtforschung. In ihrem* jüngsten Projekt Momentography of a Failure baut Fathollahzadeh eine multidisziplinäre künstlerische und urbane Forschungsplattform für digitales Mapping und künstlerische Kollaborationen auf. Fathollahzadeh ist derzeit Forschungsstipendiatin bei EUME.

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BITTER THINGS | LUCRURI CARE DOR | IASI

Narrative und Erinnerungen transnationaler Familien

Kuratiert von Malve Lippmann und Can Sungu

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BITTER THINGS | LUCRURI CARE DOR | IASI

Nach Stationen in Timişoara, Cluj und Braşov zieht bi'baks recherchebasierte Ausstellung BITTER THINGS - Narrative und Erinnerungen transnationaler Familien weiter und ist in Iaşi, Rumänien, im Palatul Culturii Iaşi zu sehen.

BITTER THINGS – Narrative und Erinnerungen transnationaler Familien ist ein forschungsbasiertes Ausstellungsprojekt von bi’bak, das die Auswirkungen von Arbeitsmigration auf Mutterschaft und Familie aus der Perspektive von Arbeitsmigrantinnen und ihren Kindern untersucht. Ausgehend von Erfahrungen transnationaler Familien aus Vergangenheit und Gegenwart bringt die Installation Erzählungen mit Objekten zusammen, die in den Familien eine zentrale Rolle spielen.

Arbeitsmigration führt weltweit zu neuen Familienmodellen, die häufig transnational organisiert sind. Der familiäre Kontakt wird dabei trotz geografischer Trennung aufrechterhalten. In der Zeit der Anwerbeabkommen in den 1960er Jahren waren viele Eltern gezwungen, ihre Kinder bei Verwandten zurückzulassen. Die Arbeitszeiten waren so vereinnahmend, dass die Kinderbetreuung nicht zu bewältigen war. Heute sind es im europäischen Raum vorwiegend Arbeitsmigrant*innen aus Osteuropa, die ihre Familien verlassen, um in wirtschaftlich besser gestellten Ländern ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Doch wie definiert sich das Verhältnis von Eltern und Kindern neu, wenn Geschenke und materielle Unterstützung an die Stelle von gemeinsamem Erleben treten? Wenn körperliche Nähe hinter Chat und Videotelefonie zurücktreten muss? Wie ergeht es dabei den Kindern und wie ihren Eltern? BITTER THINGS versammelt Positionen zum Thema von den 1960er Jahren bis heute.

Zum Thema ist darüber hinaus eine Publikation mit wissenschaftlichen und literarischen Beiträgen, Interviews, Liedern und Fotos erschienen, die das Thema interdisziplinär beleuchtet. Die Publikation kann hier bestellt werden. Ein Booklet mit ausgewählten Texten auf Deutsch und Ausstellungsansichten ist hier verfügbar.

Vernissage: 12.05.2022 12:00

In Kooperation mit dem Centrul Cultural German, Muzeul de Istorie a Moldovei im Rahmen von Complexul Muzeal National "Moldova" Iasi, unterstützt durch das Goethe-Institut

Malve Lippmann studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und am Institut für Kunst im Kontext (UdK) in Berlin. Als freiberufliche Bühnenbildnerin und Künstlerin zeichnete sie international verantwortlich für die Gestaltung zahlreicher Performances, Opern- und Schauspielproduktionen. Seit 2010 ist Malve Lippmann als Kuratorin und Kulturmanagerin tätig, leitet künstlerische Workshops und Seminare und ist in diversen Kultur- und Community-Projekten aktiv. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin von bi’bak und SİNEMA TRANSTOPIA.

Can Sungu studierte Filmdesign und visuelles Kommunikationsdesign in Istanbul und am Institut für Kunst im Kontext an der UdK Berlin. Er leitete Workshops und Seminare im Bereich Film und veröffentlichte Texte zu Film und Migration. Als Künstler nahm er an zahlreichen Ausstellungen teil, unter anderem an der MMSU Rijeka, dem Künstlerhaus Vienna und REDCAT Los Angeles. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter von bi'bak.

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CiNEMA of Commoning

Symposium, Screenings, Talks

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CiNEMA of Commoning

Cinema of Commoning ist ein Projekt von bi'bak mit verschiedenen internationalen Partnerorganisationen, mit dem Ziel ein Netzwerk aufzubauen und weltweit Wissen über Kinos und Kinoinitiativen zu sammeln. Zusammen diskutieren wir Zukunftsmodelle für ein alternatives Kino, das sich im Hinblick auf Zugänglichkeit, künstlerische Freiheit und finanzielle Nachhaltigkeit an den “Commons” orientiert. Das Projekt findet in zwei Schritten statt: Ab März wird in Kinos in Bangkok, Jakarta, Istanbul, Dubai, Santiago de Chile, Cluj, Luanda und Berlin ein kollektiv kuratiertes Filmprogramm gezeigt. Im Juni bringt schließlich ein dreitägiges Symposium Partnerinitiativen, Filmschaffende und Cineast*innen in Berlin zusammen, um Konzepte und Strategien für nachhaltige Räume der Filmkultur zu entwickeln. Dabei plädiert Cinema of Commoning für das Kino als transnationalen Raum, als künstlerische und soziale Praxis, als Ort des öffentlichen Diskurses, der Erinnerungskultur und eines urbanen Erbes, sowie der Bewahrung und Verbreitung von Film- und Videoformaten, die schwer zugänglich sind.

31.03. - 23.06.2022 Screenings in Bangkok, Berlin, Cluj, Dubai, Jakarta, Luanda, Istanbul, Santiago de Chile
24.06.- 26.06.2022  Symposium in Berlin

In Kooperation mit Cine CCC (Santiago, Chile), Cinema Akil (Dubai, UAE), Kundura Sinema (Istanbul, Turkey), Cinema Arta (Cluj-Napoca, Romania), Forum Lenteng (Jakarta, Indonesia),  DocClub (Bangkok, Thailand), Cinema Geração (Luanda, Angola)

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Kuratiert von Jade Barget und Elizabeth Gabrielle Lee

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Fatal & Fallen

Fatal & Fallen widmet sich dem Motiv der tödlichen, gefallenen und straffälligen Frau in ostasiatischen Exploitationfilmen. Das Programm umfasst die 1970er bis späten 1980er Jahre und untersucht Sexploitation-Filme aus Japan, Taiwan’s Black Movies, Hong Kong’s Girls with Guns und Thriller aus Südkorea. Diese oft marginalisierten Genres zeigen eine Unterwelt von Gefängnissen, Bordellen und Wohnungen als Orte des Verbrechens, der sexuellen Begierde und der Rache. Die Filme verweisen dabei auf den sozio-politischen Kontext der Region das Konjunkturtief der Nachkriegszeit, wankende Diktaturen, ausländische Militärherrschaft, den Kalten Krieg und eine rasante Industrialisierung –, für den sie in extremen, oft patriarchalischen und frauenfeindlichen Filmbildern ein Ventil finden. 

Trotz dem Bewusstsein für solche problematischen Darstellungen versucht Fatal & Fallen, das soziale und politische Wissen aufzuzeigen, das in der gesellschaftlichen Negativität dieser Filme steckt. Vor diesem Hintergrund zeigt Fatal & Fallen die Dynamik von Macht und Begehren in den trostlosen und aufgeladenen Territorien des ostasiatischen Exploitationkinos.

Fatal & Fallen wurde von September bis Oktober 2021 im Rahmen der Re:frame-Reihe im Asian Film Archive in Singapur gezeigt.

Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und das Programm NEUSTART des Bundesverband Soziokultur im Programmteil kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit

XING ist eine Forschungs- und Kurator*innenplattform, die sich mit Praktiken bildender Kunst in Ost- und Südostasien sowie der Diaspora beschäftigt. Sie wurde von Elizabeth Gabrielle Lee gegründet und wird nun gemeinsam mit Jade Barget geleitet.

Elizabeth Gabrielle Lee ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die zwischen bildender Kunst, kultureller und künstlerischer Forschung und Bildung arbeitet. Sie interessiert sich für die Auswirkungen schleichender Gewalt und die Freilegung von stummen Erzählungen.

Jade Barget lebt als Kuratorin in Paris und Berlin und interessiert sich für Bildschirm- und Bewegtbildkulturen. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen Medien und Erinnerung. Sie hat zahlreiche Programme kuratiert und ist Programmassistentin an der transmediale.

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Fatal & Fallen Workshops

Der Fatal & Fallen-Workshop lädt die Teilnehmer*innen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den sozio-politischen Themen in ostasiatischen Exploitationfilmen ein.

Erster Tag 
Freitag 27.05.2022 18:00 - 19:00 

Jade Barget und Elizabeth Gabrielle Lee stellen den Forschungsprozess vor, der der Kuration des Programms zugrunde liegt. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Katarina Sylvan zielen die moderierten Workshops darauf ab, den exzessiven Raum des Exploitationfilms neu zu erfinden und sich anzueignen. Die von uns untersuchten Genres - B-Serien, Exploitationfilme - nehmen in der Kinogeschichte einen marginalisierten Platz ein. Viele der Titel dieser Genres sind verschwunden, und was übrig geblieben ist, sind haupsächlich Plakate, Kritiken, Musik und Werbung. 

Zweiter Tag 
Samstag, 28.05.2022 11:00-17:00 Uhr (inkl. Mittagessen)

Wir werden unseren eigenen experimentellen Exploitation-Film in gedruckter Form herstellen. Die Teilnehmer werden gebeten, Bilder, Textfragmente oder anderes Material mitzubringen, das durch das Programm sowie ihre eigene Recherche und ihren Konsum von Exploitation-Filmen inspiriert wurde.

Dritter Tag 
Sonntag 29.05.2022 11:00-17:00 Uhr (inkl. Mittagessen)

Am letzten Tag des Workshops werden die Paraphernalia unseres Exploitation-Films hergestellt. Die Teilnehmer werden gebeten, Bilder, Textfragmente, Papier, Stempel und jegliches Material mitzubringen, das sie im DIY-Druckworkshop einsetzen können.

Teilnahmegebühr für Mittagessen und Materialien 25,00 €
Weitere Informationen und Anmeldung online

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Workshopleitung Akile Nazli Kaya und Tomáš Doruška

In the Realm of Animated Documentary

Dieser Workshop befasst sich mit der Frage, wie Dokumentar- und Animationsfilme kreativ eingesetzt und gemischt werden können. Tomáš Doruška und A. Nazli Kaya, ein Duo, dessen Filme auf zahlreichen Filmfestivals wie Annecy, IDFA und BFI zu sehen waren, werden ihre Praxis der Stop-Motion-Animationstechniken auf praktische Art und Weise vermitteln.

Die Teilnehmer sind aufgefordert, Ideen zu den folgenden Themen mitzubringen: Migration, soziale und politische Gerechtigkeit, Kultur und Umweltfragen, ohne darauf beschränkt zu sein. Gemeinsam werden wir die Ideen für Mini-Kurzfilme (max. 7 Einstellungen pro Film) diskutieren, bevor wir schließlich 3 Ideen auswählen, die realisiert werden sollen.

Workshop (Anwesenheit ist obligatorisch):
Freitag, 03.06.2022 16:00-19:00
Samstag, 04.06.2022 11:00-18:00 (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 05.06.2022 11:00-18:00 (inkl. Mittagessen)

Monday, 06.06.2022 11:00 -18:00  (optional for those who want to finish their film)

3 Gruppen (jede Gruppe mit 3-4 Personen) - insgesamt 12 Personen
Teilnahmegebühr 25,00€ für Material und Mittagessen

Registrier und finde weitere Informationen hier

Gefördert durch das Programm NEUSTART des Bundesverband Soziokultur im Programmteil kulturelle und soziokulturelle Programmarbeit 

Akile Nazli Kaya ist Animationskünstlerin, Filmemacherin und Designerin. Ihre Arbeiten wurden auf einer Reihe internationaler Festivals gezeigt, darunter Annecy IFF und IDFA. Zusammen mit ihrem Partner Tomáš Doruška hat sie mehrere Workshops zu analogen Animationtechniken und ihren Anwendungen im Dokumentarfilm organisiert und geleitet.

Tomáš Doruška ist Redakteur, Produzent und Mentor. Er drehte sein 35-mm-Debütfilm Radhošť. Er wirkte auch als Co-Autor bei Ebb & Tide (2010) und Enclosure (2011) mit, sowie als Redakteur bei How Big Is the Galaxy? (2018), der bei IDFA seine Premiere feierte. Tomáš Doruška unterrichtet an verschiedenen Filmakademien, darunter an der FAMU Prag.

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New Woman, New Narrative

Ein Programm von C/LENS in Kooperation mit Sinema Transtopia

Kuratiert von Tang Xuedan (Echo)

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New Woman, New Narrative

New Woman, New Narrative untersucht das Spannungsfeld zwischen dem allgegenwärtigen Patriarchat in China und den chinesischen Frauen, die aktuell einen umfassenden feministischen Aufbruch erleben. Transfrauen*, Student*innen, lesbische Aktivist*innen als Frauen sind sie mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Filme der Reihe bieten die Möglichkeit, sich eingehend mit der Entwicklung feministischer Themen in der zeitgenössischen chinesischen Gesellschaft und deren individueller Ausprägung zu befassen. Wie gehen Frauen mit den komplexen Geschlechterverhältnissen im heutigen China um? Mit welchen Strukturen sind sie konfrontiert? Wie wird Feminismus sowohl im Aktivismus als auch in der Mikropolitik des Alltagslebens der Frauen wahrgenommen? 

C/LENS ist ein gemeinnütziges Projekt aus Berlin, das selten gezeigte unabhängige chinesische Filme zeigt und das Kino als Raum für transkulturelle Dialoge erforscht. Die Auswahl der Filme konzentriert sich vor allem auf gesellschaftspolitische Themen zu Frauen*, Migration und Urbanisierung in den Arbeiten chinesischer Filmemacher*innen.

Tang Xuedan (Echo) ist eine in Berlin lebende Kulturwissenschaftlerin aus Chengdu. Bevor sie nach Berlin zog, arbeitete sie als Dokumentarfilmproduzentin in China. Sie initiierte C/LENS im Jahr 2022 als ihr Fellowship-Projekt für ihre laufende Forschung in den Bereichen Filmwissenschaft, Feminismus und sozialem Engagement.

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