Über

bi’baxchange strebt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Akteur*innen und Initiativen aus unterschiedlichen Disziplinen der Kunst und Wissenschaft an. Ausgehend von interdisziplinären und transnationalen Kooperationsprojekten sucht bi’baxchange den Austausch von Ideen, Perspektiven und Know-How. In Lecture-Performances, Pop-Up-Ausstellungen, Lesungen und Präsentationen fokussiert sich das Programm auf die dezentrale, rhizomhafte Verbindung von Kunst, Design, Wissenschaft, Partizipation, Stadtraum und lokalem Engagement.

 

Reihen/ Veranstaltungen
bis

Kuratiert von Galit Eilat und Erden Kosova

mehr
ART IN DARK TIMES

Die Lähmung der Weltgesellschaften in der gegenwärtigen Pandemie hat die Definition des Begriffs der "Krise" unumkehrbar verändert und das Gefühl tiefgehender tektonischer Veränderungen in Bezug auf die innere Strukturierung unserer heutigen Gesellschaften und die Zerstörung der Natur im Kapitalismus verstärkt. 
Doch der Appell an den Begriff des "Krisen"-Jahrzehnts ist bereits mit den nachfolgenden Erschütterungen der politischen Sphäre ausgereizt worden: die Turbulenzen der staatlichen Souveränität, die Auflösung grundlegender Prämissen der Säkularisierung durch die Hände neuer und traditioneller ideologischer Bewegungen, das Aufkommen des Geschichtsrevisionismus, der vergangene Verbrechen auslöscht, um neue zu ermöglichen, der zunehmende Anklang von Frauenfeindlichkeit, Mehrheitspolitik und Autoritarismus, die katastrophalen Folgen des Hyperkonsums und andererseits das verschwiegene Wiederaufleben der menschlichen Sklaverei.
Die Vortragsreihe ART IN DARK TIMES versucht, die Wege nachzuzeichnen, auf denen künstlerische und kulturelle Praktiken (kuratorische Projekte, wissenschaftliche Texte, Kampagnen von Aktivisten, Video und Film) diesen gegensätzlichen Verwicklungen begegnen. Bezug nehmend auf die spezifischen Konflikte ihrer eigenen belasteten Geographien werden die geladenen Gäste den verflochtenen und globalen Charakter dieser sich verändernden Voraussetzungen untersuchen. Das Programm der Reihe wurde im vergangenen Herbst konzipiert und unlängst an die aktuellen Verwicklungen der Pandemie angepasst.

Gefördert durch den Bezirkskulturfonds des Bezirksamt Mitte in Berlin

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Zu den Veranstaltungen

bis

FAVA CONNECTION

Die kulturellen und historischen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei

Kuratiert von Pegah Keshmirshekan und Umut Azad Akkel

mehr

Zum Archiv

Veranstaltungen

Im Anschluss Gespräch mit Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Galit Eilat und Erden Kosova

Art and Dark Times

Link zur Videodokumentation

In der ersten Veranstaltung der Reihe wird Galit Eilat die Entwicklung des theoretischen Rahmens und wie er in Bezug zu dem "Syndrom der Gegenwart" steht, erläutern. Das Wiederaufleben des eschatologischen Denkens und die Komplizenschaft des Kunstbetriebs mit autoritären Regimen gehören zu den Themen, die Eilat in Form eines vorab aufgezeichneten Interviews untersuchen wird. Informationsquellen sind unzureichend und zweifelhaft, Institutionen scheinen uns im Stich zu lassen, Museen sind nicht mehr zeitgenössisch, sie sind zu "Kulturerbe"-Museen für zeitgenössische Kunst geworden. Die Künstler*innen  werben für die Kunstmessen und nicht umgekehrt, und die Kurator*innen  werben, wenn sie nicht an Sommerschulen teilnehmen, nur für sich selbst. 

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

Im Anschluss Gespräch mit Jelena Juresa, Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Jelena Juresa, Galit Eilat und Erden Kosova

Who has the freedom to forget?

Link zur Videodokumentation

Die Videoarbeiten der Künstlerin Jelena Juresa setzen sich mit den psychologischen Auswirkungen politischer Gewalt auseinander. Staatlich gestützter Terror und seine Entmenschlichungspolitik, das kollektive Schweigen sowie Amnesie von Verbrechen gegen die Bevölkerung und die therapeutischen Mechanismen der Erinnerung gehören zu den Motiven ihrer künstlerischen Praxis. Ihre Filme Aphasia and Ubundu sind ein Aufruf, das kollektive Schweigen zu brechen und die blinden Flecken zu betrachten, die ein grundlegender Bestandteil unserer europäischen Identität geworden zu sein scheinen.

Jelena Juresa wurde in Novi Sad geboren und lebt derzeit in Gent. Sie hat sich an Hand von Fotografie, Video und Text intensiv mit Fragen der kulturellen Identität, des Geschlechts, der Politik der Erinnerung und des Vergessens beschäftigt. In ihrer Arbeit bezieht sie individuelle Geschichten und Identitätsfragen auf kollektive Prozesse des Vergessens und Erinnerns.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

Im Anschluss Gespräch mit Jacqueline Rose, Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Jacqueline Rose, Galit Eilat und Erden Kosova

Women in Dark Times

Link zur Videodokumentation

Einer der Hauptschwerpunkte von Jacqueline Rose's Schreiben ist die historische Frauenfeindlichkeit und asymmetrische soziale Bedingungen, denen Frauen ausgesetzt sind. Ihr kürzlich erschienenes Buch Women in Dark Times konzentriert sich auf die tragischen und kreativen Biografien berühmter Frauen in der Geschichte und verbindet sie mit einem aktuellen Rahmen, in dem sie das Leben von drei Frauen, die Opfer von Ehrenmorden geworden sind, und die Werke von drei zeitgenössischen Künstler*innen, die sich heute mit dem globalen Zustand von Frauen befassen. Rose wird der Frage nachgehen, inwieweit sich unsere Gegenwart von früheren historischen Bedingungen unterscheidet.

Jacqueline Rose ist Co-Direktorin des Birkbeck Institute for the Humanities und der London Critical Theory Summer School. Sie ist international bekannt für ihre Schriften zu Feminismus, Psychoanalyse, Literatur sowie zur Politik und Ideologie Israels und Palästinas. Zu ihren Büchern gehören The Haunting of Sylvia Plath (1991), States of Fantasy (1996), The Question of Zion (2005), The Last Resistance (2007) und Proust Among the Nations - from Dreyfus to the Middle East (2012), der Roman Albertine (2001), Women in Dark Times (2014) und zuletzt Mothers – An Essay in Love and Cruelty. Ihr neues Buch On Violence and On Violence Against Women wird Anfang nächsten Jahres veröffentlicht.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

Im Anschluss Gespräch mit Quinsy Gario, Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Quinsy Gario, Galit Eilat und Erden Kosova

Disrupting the Dutch Cultural Archive

Link zur Videodokumentation

Quinsy Gario ist der Künstler hinter der Kampagne Zwarte Piet Is Racisme (2011–2012) und der Performance Action Image (2013-2014) zur Genehmigung der Amsterdamer Sinterklaas-Parade, die bis zum niederländischen Obersten Gerichtshof ging. Die Arbeiten konfrontierten die öffentliche Wahrnehmung der rassistischen Figur und Praxis des Zwarte Piet (Schwarzen Peters), die aufgrund struktureller und institutioneller Unterstützung auf allen Ebenen in den Niederlanden bis heute überlebte. In seinem Vortrag skizziert Gario die Folgen der Kampagne und erläutert die Besonderheiten des historischen Eskapismus in den heutigen Niederlanden.

Quinsy Gario ist bildender Künstler und Performancekünstler aus Curaçao und St. Maarten, zwei Inseln in der Karibik, denen die bis heute andauernde niederländische Besatzung gemeinsam ist. Er ist Absolvent der Royal Academy of Art Den Haag, BAK Fellow 2017/2018, Vorstandsmitglied von De Appel, Mitglied des Künstlerkollektivs Family Connection und war wiederholt Teilnehmer der Konferenzreihe Black Europe Body Politics. Seine jüngsten Schriften wurden in dem Buch Roet in het Eten (Spanner in the Works) gesammelt.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

bei der Berlin ART WEEK

Videoprogramm  ART IN DARK TIMES

Art in Dark Times diskutiert einige der akuten Probleme, die unsere heutigen Gesellschaften betreffen, wie Frauenfeindlichkeit, Rassismus und historischer Revisionismus. Die Videoprogramm ist eine Fortsetzung des diskursiven Programms, das bereits Anfang dieses Jahres im bi’bak begonnen hat, und vereint die Videoarbeiten von drei Künstlerinnen. Unter Bezugnahme auf die Geschichte der Okapi, die 1919 aus belgischen Kolonien in den Antwerpener Zoo gebracht wurden, hinterfragt Jelena Jurešas Ubundu (2019) die rücksichtslose Ausbeutung der Natur durch moderne Gesellschaften und die kulturellen Projektionen, die diese Arroganz begleiten. Yael Bartanas Inferno (2013) zeichnet die Ideen hinter dem Bauprojekt des dritten Tempels Salomos in Sao Paolo und die inhärente Selbstzerstörung dieser neokonservativen Denkweise nach. Fatoş Irwens Şiryan (2012) enthüllt den zunehmenden Druck auf die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, spielt aber auch auf die Ausdauer im Umgang mit solchen Beschädigungen an.

Die Filme werden während der Berlin Art Week an der Fassade von SİNEMA TRANSTOPIA, dem Kino-Experiment von bi’bak im Haus der Statistik, präsentiert.

UBUNDU, Jelena Jureša, 2019, 17 Min.

INFERNO, Yael Bartana, 2013, 22 Min.

ŞIYAN, Fatoş Irwen, 2012, 10 Min. (gekürzte Fassung)

Jelena Juresa wurde in Novi Sad geboren und lebt derzeit in Gent. Sie hat sich an Hand von Fotografie, Video und Text intensiv mit Fragen der kulturellen Identität, des Geschlechts, der Politik der Erinnerung und des Vergessens beschäftigt. In ihrer Arbeit bezieht sie individuelle Geschichten und Identitätsfragen auf kollektive Prozesse des Vergessens und Erinnerns.

Yael Bartanas Filme, Installationen und Fotografien erforschen die Bilder kollektiver Identitäten und Erinnerungspolitiken anhand von Zeremonien, öffentlichen Ritualen und Abweichungen von der sozialen Norm. Ihre Filmtrilogie And Europe Will Be Stunned, in der die Beziehung zwischen Judentum und polnischer Identität diskutiert wird, wurde im polnischen Pavillon der Biennale von Venedig Mit Projekten wie Inferno (2013),True Finn (2014) und Pardes (2015), erweiterte sie ihre künstlerische Arbeit kinematografisch. Bartanas Werke wurden auf der ganzen Welt ausgestellt und sind Teil von Sammlungen in Museen wie dem Museum of Modern Art in New York City, der Tate Modern in London und dem Centre Pompidou in Paris.

Fatoş Irwen ist in der historischen Sûr-Nachbarschaft in Diyarbakır, Türkei, geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Abschluss an der Abteilung für visuelle Kunst an der Dicle-Universität begann sie an Sekundarschulen in Batman, Diyarbakır und dann in Istanbul zu unterrichten. Sie hat zu mehreren Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Performance-Veranstaltungen beigetragen. Irwen wurde kürzlich aus einer dreijährigen Haft entlassen. Sie bleibt weiterhin mit einem Lehrverbot belegt.

Weitere Veranstaltungszeiten:

  • 10.09.2020 19:30
  • 11.09.2020 19:30
  • 12.09.2020 19:30
  • 13.09.2020 19:30

Im Anschluss Gespräch mit Didem Pekün, Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Didem Pekün, Galit Eilat und Erden Kosova

United Nothing: The ‘inarticulacy’ of Images in Representing Atrocities

In ihrem Film Araf (2018) untersucht Didem Pekün, wie die bosnische Gesellschaft ihre Trauer- und Gedenkrituale als Protest gegen den vor 25 Jahren begangenen Völkermord verarbeitet. Derzeit arbeitet sie am Filmprojekt Disturbed Earth, das die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft untersucht, die sich im Fall von Srebrenica in einer Choreografie bürokratischer Inkompetenz verlor, während eindeutige Hinweise auf die bevorstehende Gräueltat vorlagen. In ihrem Vortrag wird Pekün die Bedeutung und Unmöglichkeit der Darstellung visuell traumatischer Erlebnisse erörtern, die durch die derzeit in verschiedenen Teilen der Welt - einschließlich ihrer Heimat Türkei - operierende revisionistische Politik geleugnet oder ausgelöscht werden.

Didem Pekün verbindet in ihrer Arbeit Forschung und künstlerische Praxis. In ihren Essayfilmen untersucht sie wie Gewalt und Vertreibung das Leben definieren und zerstören. Ihre Dokumentationen und Videoinstallationen wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Sie ist Gründungsmitglied des Center for Spatial Justice (MAD). Derzeit ist sie Fellow an der Graduiertenschule / Berliner Zentrum für fortgeschrittene Studien in Kunst und Wissenschaft an der Universität der Künste Berlin.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.

Im Anschluss Gespräch mit Yael Bartana, Galit Eilat und Erden Kosova

Im Anschluss Gespräch mit Yael Bartana, Galit Eilat und Erden Kosova

Refugees past and present

Yael Bartana wird die Motive bei der Produktion einiger ihrer Arbeiten erläutern, die sich mit der Komplexität von Identität und Erinnerungspolitik befassen. In Tashlikh (Cast Off, 2017), einer visuellen Meditation, in der persönliche Gegenstände gesammelt werden, die mit den Schrecken der Vergangenheit und Gegenwart verbunden sind, untersucht Bartana die Schwierigkeit, sich von kollektiven Belastungen zu befreien. Die experimentelle Performance What If Women Ruled the World (2018) versammelt fiktive Figuren und reale Teilnehmer*innen an einem Konferenztisch in einer Art Kabinett, das nach möglichen Alternativen zu einer von Männern dominierten Welt sucht.

Yael Bartanas Filme, Installationen und Fotografien erforschen die Bilder kollektiver Identitäten und Erinnerungspolitiken anhand von Zeremonien, öffentlichen Ritualen und Abweichungen von der sozialen Norm. Ihre Filmtrilogie And Europe Will Be Stunned, in der die Beziehung zwischen Judentum und polnischer Identität diskutiert wird, wurde im polnischen Pavillon der Biennale von Venedig Mit Projekten wie Inferno (2013),True Finn (2014) und Pardes (2015), erweiterte sie ihre künstlerische Arbeit kinematografisch. Bartanas Werke wurden auf der ganzen Welt ausgestellt und sind Teil von Sammlungen in Museen wie dem Museum of Modern Art in New York City, der Tate Modern in London und dem Centre Pompidou in Paris.

Galit Eilat ist freie Kuratorin und Schriftstellerin mit Sitz in Amsterdam. Sie entwickelte ihre Praxis durch eine Vielzahl von Plattformen und Rollen als Institutsleiterin und Herausgeberin von Büchern und einer Zeitschrift. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte befassen sich mit dem Syndrom der Gegenwart und der Kunst unter Autoritarismus. Eilat ist Empfängerin des Keith Haring Fellowship in Art and Activism, Bard College, 2017-18 und seit 2018 Direktorin der Meduza Foundation.

Erden Kosova ist Kunstkritiker in Berlin und Istanbul. 2017 kuratierte er die Ausstellung „Syndromes of the Present”, die in Thessaloniki, Izmir, Amsterdam und Berlin gezeigt wurde. 2019 war er Mitorganisator der Young Curators Academy, die im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons im Maxim Gorki Theater stattfand. Er war 2019 ebenfalls an der Ausstellung des Sis Collective „In the Blink of A Bird” in der nGbK beteiligt. Kosova ist Redakteur des Istanbuler Online-Magazins red-thread.org.