Über

bi’baxchange strebt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Akteur*innen und Initiativen aus unterschiedlichen Disziplinen der Kunst und Wissenschaft an. Ausgehend von interdisziplinären und transnationalen Kooperationsprojekten sucht bi’baxchange den Austausch von Ideen, Perspektiven und Know-How. In Lecture-Performances, Pop-Up-Ausstellungen, Lesungen und Präsentationen fokussiert sich das Programm auf die dezentrale, rhizomhafte Verbindung von Kunst, Design, Wissenschaft, Partizipation, Stadtraum und lokalem Engagement.

 

Reihen/ Veranstaltungen

Buchpräsentation

Im Anschluss Gespräch mit Ibrahim Arslan, Jasper Kettner und Heike Kleffner

bis

FAVA CONNECTION

Die kulturellen und historischen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei

Kuratiert von Pegah Keshmirshekan und Umut Azad Akkel

mehr
bis

Das Morgen im Jetzt

bi'bak @ Hansabibliothek

Kuratiert von Florian Wüst

mehr
Das Morgen im Jetzt

Nach 1945 bestand eine der größten Herausforderungen des Wiederaufbaus Deutschlands in der Schaffung von Wohnraum. Die auf neuen rationellen Bauweisen basierenden Leitbilder der Vorkriegsmoderne lieferten die Vorlage für die „Stadt von morgen“: die radikale Abkehr von der alten Industriestadt mit ihren Mietskasernen, dunklen Hinterhöfen und engen Straßen. Die Modernisierung des „Stadtkörpers“ wurde als ein Heilungsvorgang beschrieben, der Autorität und Anleitung von oben benötige. Spätestens ab Mitte der 1960er Jahre setzte jedoch die Auflehnung gegen die in immer größerem Maße praktizierte sogenannte Kahlschlagsanierung ein. Das Verhältnis von Teilhabe und intransparenten Planungsprozessen, von teurem Neubau und bezahlbaren Bestandswohnungen ist weiterhin umkämpft – heute mehr denn je. Vor diesem Hintergrund präsentiert die zweiteilige Filmreihe Das Morgen im Jetzt eine Auswahl an historischen und zeitgenössischen Kurzfilmen, die vor allem mit künstlerischen Mitteln auf die Wirklichkeit der modernen Stadt sowie beispielhafte Ansätze alternativer Architektur- und Lebensmodelle blicken.

Florian Wüst lebt als freischaffender Filmkurator, Künstler und Verleger in Berlin. Er ist Mitgründer der Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt und seit 2016 Film- und Videokurator der transmediale.

Zu den Veranstaltungen

Zum Archiv

Zum Archiv

Veranstaltungen
Hansabibliothek

Im Anschluss Gespräch mit Margarita Tsomou

60 Elephants + the time is now I + II

Das zweite Filmprogramm zeigt aktuelle Filme, die nach der Realisierbarkeit von Utopien fragen. Der heute 96-jährige Architekt Yona Friedman erläutert in 60 Elephants. Episodes of a Theory. Improvisation #1 von Michael Klein und Sasha Pirker (2018) seine auf Selbsthilfe aufbauende Architekturtheorie sowie die Bedeutung des scheinbar Beiläufigen und Alltäglichen für die Praxis eines anderen städtischen Zusammenlebens. Heidrun Holzfeinds zweiteiliger Film the time is now (2019) porträtiert das japanische Künstlerpaar Toshio und Shizuko Orimo, bekannt unter dem Namen IRO, die musikalisches Experiment, politischen Aktivismus und nachhaltiges Leben auf das Engste miteinander verbinden. Holzfeind inszeniert eine Performance von IRO rund um das Inter-University Seminar House des Architekten Takamasa Yosizaka in Hachioji bei Tokyo: einem herausragenden Beispiel zivilisationskritischer Architektur der Moderne.

60 elephants. Episodes of a Theory. Improvisation # 1, Michael Klein, Sasha Pirker, AT / FR 2018, 22 Min.

the time is now I + II, Heidrun Holzfeind, AT / JP / SE 2019, 48 Min.

Margarita Tsomou ist Kulturwissenschaftlerin in Berlin. Sie ist Kuratorin für Theorie und Diskurs am HAU Hebbel am Ufer, Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis in Osnabrück sowie Mitbegründerin des Missy Magazins.