Reihen
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SOE Sommercamp Istanbul

Experimentieren mit bewegten Bildern und kinematografischen Apparaten

Workshopleitung Can Sungu und Malve Lippmann

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Ein Film-Projekt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und ihren Vormündern

Workshopleitung Branka Pavlović, Malve Lippmann und Can Sungu

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DER TIGER KOMMT...

Projektreihe über das Leben des Tigers in der Fremde

Konzept von Can Sungu und Malve Lippmann

mehr
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Workshopleitung Tuna Arkun und Malve Lippmann

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Interkulturelle Koch- und Videokurse für geflüchtete und nicht-geflüchtete Jugendliche

Workshopleitung Branka Pavlović, Assibi Wartenberg und Mazhar Iqbal

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Eine frisierte Modellautokolonne unterwegs im Ferientransit von Berlin-Wedding nach Istanbul

Workshopleitung Tuna Arkun und Malve Lippmann

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Workshopleitung Prof. Hüsnü Dokak

Im Anschluss Gespräch mit Seçkin Aydın

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EIN INTERAKTIVES KIEZSPIEL FÜR DEN SOLDINER KIEZ

Workshopleitung Karsten Michael Drohsel

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Urban Commons in Berlin

Workshopleitung Yelta Köm, Merve Gül Özokcu und Herkes İçin Mimarlık – Architecture for All

Filme
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Ein Reise-Kochbuch über den Spaziergang des Tigers

Workshopleitung Tuna Arkun und Heather Purcell

Der Tiger kommt zu Tisch

Jetzt geht es um die Wurst! So dachte der Tiger, als er zum ersten Mal in seinem Leben das Fleisch in so kleinen glänzenden Päckchen verpackt sah. Geruchsdicht und steril. Er hätte nicht sagen können, ob es sich um Schweinenacken, Rehbrust oder eine saftige Antilope handelt, wenn die Verkäuferin ihm die dazugehörigen Tiersymbole nicht gezeigt hätte. Wie viele Tiere in diesem Kühlschrank Platz gefunden hatten und woher sie gekommen waren, konnte die Dame aber nicht sagen. Dem Mann, der gerade an der Fleischtheke das Mittagsangebot verspeiste, war es auch Wurst, wie das Eisbein auf seinen Teller gekommen ist. Da der Tiger die Tiere mit vier Beinen, zwei Ohren und einem Schwanz kannte und er ein leidenschaftlicher Fleischfresser war, war die Wurst ihm nicht Wurst. Er machte sich auf den Weg, um die Tiere zu finden die später die Schnitzel werden. 

Fleisch und andere tierische Produkte sind jeden Tag in allen unseren Mahlzeiten dabei, aber einen Sonntagsbesuch im Schlachtbetrieb würde sich nicht jeder zumuten. Tiere finden wir süß, aber der Gestank im Stahl ist uns eher unangenehm.  Dass das Schnitzel mal ein Tier war ist heute nicht mehr allen klar. Noch tragischer ist, dass das Fleisch so billig zu erwerben ist, dass wir es ohne Bedenken wegschmeißen, wenn wir es nicht essen.

Uns ist Fleisch wertvoll, weil es das Leben eines Tieres bedeutet. Wir wollen mit  Kindern zusammen, mehr über die Vorgeschichte unseres Essens erfahren und uns anschauen, wo die Tiere leben, denen wir unser Essen verdanken. Mit unseren selbst gebundenen Skizzenbüchern besuchen wir verschiedene Bauernhöfe rund um Berlin, informieren uns darüber wie Milch und Fleisch produziert werden, zeichnen, fragen, kosten und kochen, zurück im Projektraum leckere Rezepte. Als Endprodukt wollen wir ein Buch gestalten, in dem wir unsere Bild- und Textrecherche zusammenfassen. Das Buch wird den Charakter eines Tagebuchs haben, in dem die Reise des Tigers ins Umland von Berlin zu den Orten an denen Tiere leben, dokumentiert wird und das durch unsere leckeren Rezepte ergänzt wird.

In Kooperation mit der MIK - Jugendkunstschule Mitte und der Humboldthain Grundschule

Gefördert durch das Projekt Jugend ins Zentrum! der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.