Reihen
bis
SOE Sommercamp Istanbul

Experimentieren mit bewegten Bildern und kinematografischen Apparaten

Workshopleitung Can Sungu und Malve Lippmann

bis

Ein Film-Projekt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und ihren Vormündern

Workshopleitung Branka Pavlović, Malve Lippmann und Can Sungu

bis

DER TIGER KOMMT...

Projektreihe über das Leben des Tigers in der Fremde

Konzept von Can Sungu und Malve Lippmann

mehr
bis

Workshopleitung Tuna Arkun und Malve Lippmann

bis

Interkulturelle Koch- und Videokurse für geflüchtete und nicht-geflüchtete Jugendliche

Workshopleitung Branka Pavlović, Assibi Wartenberg und Mazhar Iqbal

bis

Eine frisierte Modellautokolonne unterwegs im Ferientransit von Berlin-Wedding nach Istanbul

Workshopleitung Tuna Arkun und Malve Lippmann

bis

Workshopleitung Prof. Hüsnü Dokak

Im Anschluss Gespräch mit Seçkin Aydın

bis

EIN INTERAKTIVES KIEZSPIEL FÜR DEN SOLDINER KIEZ

Workshopleitung Karsten Michael Drohsel

bis

Urban Commons in Berlin

Workshopleitung Yelta Köm, Merve Gül Özokcu und Herkes İçin Mimarlık – Architecture for All

Filme
bis
Karantina

Workshopleitung Can Sungu und Malve Lippmann

IZMIR HEISST SMYRNA HEISST SMIRNE….

bi’bak versteht seine transdisziplinäre künstlerische Forschungspraxis als Experimentierfeld. Auf der Suche nach neuen Wegen des Umgangs mit kulturellem und kollektivem Gedächtnis werden alternative Perspektiven zur konventionellen, staatlich initiierten Gedächtniskultur vorgeschlagen. Die forschungsbasierten Ausstellungsprojekte von bi’bak arbeiten daher mit der Idee eines „lebendigen Archivs“, das sich von der klassischen Definition des Archivs unterscheidet, indem es sich auf eine viel flüssigere, unvollständige und partizipative Praxis konzentriert. Diversität, Intersektionalität, Zugänglichkeit und Subjektivität/Objektivität sind einige der Begriffe, die in dieser Dekonstruktion einer offiziellen, hegemonialen Geschichtsschreibung diskutiert werden sollten.

Izmir ist eine Stadt, die stark von Migration und Transkulturalität geprägt ist. Ausgehend von den transnationalen Narrativen Izmirs forschen wir im Workshop zur Vergangenheit und Gegenwart dieser Stadt. Obgleich geprägt durch Migration und Handel, wurde ihre transkulturelle Struktur durch die nationalistische Politik immer wieder einschneidend beeinträchtigt. Wie wirkt sich der Hafen von Izmir auf die Stadtkultur und die soziale Dynamik in der Stadt aus? Wie hat sich die multikulturelle Demografie von Izmir entwickelt und wie wurde sie beeinträchtigt? Wie sichtbar sind die Spuren bedeutender historischer Ereignisse wie des „Großen Feuers“ und des Bevölkerungsaustauschs zwischen der Türkei und Griechenland bis heute? Wie prägen griechische, jüdische, levantinische, afro-türkische, kurdische Gemeinden und Einwanderergruppen die Erinnerung der Stadt? Wie sind diese an den Praktiken der Gedächtniskultur beteiligt? Wie haben Handelsnetze, Globalisierung und der Tourismus die Kultur der Stadt Izmir beeinflusst (in Bezug auf Sprache, Musik, Küche usw.)? Was sind die ästhetischen Dimensionen von Migration und Mobilität in Izmir?

Diese und weitere Fragen werden uns im Workshop durch Izmir und durch das Gedächtnis der Stadt  führen. Wir werden über neue Wege forschungsbasierter künstlerischer Praktiken diskutieren und Ideen, Erfahrungen und Know-how austauschen. Alle Erkenntnisse, Notizen, Texte, Bilder sowie audiovisuelles Material, das wir während des Workshops sammeln, werden am Ende zu einem Ergebnis zusammentragen und im Projektraum Karantina der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Workshop fand vom 25.7. – 27.07.2019 bei KARANTINA in Izmir, in Kooperation mit 6x6x6 (Izmir/TR) statt und wurde gefördert durch Spaces of Culture, ein Projekt iniziiert durch das Goethe-Institut, das Generalkonsulat von Schweden in Istanbul, die Botschaft der Netherlande und das Institut Francais de Turquie; in Kooperation mit Anadolu Kültür und die Istanbul Foundation for Culture and Arts (IKSV)